Und 6 weitere Dinge, die du über den Marihuana-Verkauf wissen musst.

Let’s smoke some Weed, California! Mit teils stundenlangen Wartezeiten hat der legale Verkauf von Marihuana für jedermann in Kalifornien begonnen. Manche Käufer hatten sich schon in der Nacht zuvor angestellt, um als erste Gras ohne Sorgen vor Polizeikontrollen zu erwerben. An Neujahr durften nur wenige zugelassene Geschäfte Cannabis an Kunden ohne medizinischen Bedarf verkaufen. Schon heute startete der Verkauf in dutzenden Verkaufsstellen.

Wir verraten dir, ob auch du bei deinem nächsten Trip an die Westküste zum Gras greifen darfst.

21 Jahre. Im Gegensatz zur Volljährigkeit mit 18 in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern, gelten Bürger in den USA erst drei Jahre später als volljährig.

Getreu dem Motto „Was in Kalifornien passiert, bleibt in Kalifornien“ muss das gekaufte Gras auch vor Ort konsumiert werden. Es darf weder nach Deutschland noch in einen anderen Bundesstaat mitgenommen werden. Marihuana könnt ihr aber trotzdem mit einem deutschen Pass erwerben.

Bis zu 28 Gramm. Das Gras stammt zum Großteil aus Emerald Triangle, einer Region im Norden Kaliforniens.

Bisher haben rund 100 Läden Lizenzen zum legalen Verkauf erhalten. Je nach Sorte und Qualität kostet ein 28-Gramm-Großeinkauf bis zu 150 Dollar. Für ein Gramm werden damit rund 5 Dollar fällig.

Ja, bis zu sechs Pflanzen zum Eigenbedarf. Für den Anbau müsstest du allerdings mehrere Monate in Kalifornien verbringen. Das Züchten ist nämlich nur auf kalifornischem Boden erlaubt. Wer gewerblich ins Gras-Geschäft einsteigen will, der muss sich auf langwierige Genehmigungen und hohe Kosten einstellen: Die Wirtschaftsanwältin Nicole Howell Heubert schätzt alle Kosten für eine Anbau-Genehmigung im Handelsblatt auf rund 170.000 Euro.

Bei einem Volksentscheid im November 2016 stimmte die Mehrheit der kalifornischen Bürger für die Legalisierung. Während Donald Trump zum US-Präsident gewählte wurde, entschieden sich die Bürger in Kalifornien auch fürs Kiffen. Der Zusammenhang? Rein zufällig.

Bisher konnte Cannabis nur für die medizinische Nutzung und mit einem ärztlichen Attest erworben werden. Nach Colorado, Washington, Oregon, Alaska und Nevada ist Kalifornien der sechste Bundesstaat, der Canabis legalisiert. Potenzielle Käuferschaft: 39,5 Millionen Bürger. Massachusetts und Maine wollen im Laufe des Jahres folgen.

Anstehen für legales Weed: Vor den Cannabis-Shops bildeten sich Neujahr lange Schlangen

Das Geschäft mit dem Gras boomt: Der Markt für legales Marihuana wuchs 2017 um satte 33 Prozent. Laut einer Studie der University of California geben Kalifornier bereits jetzt 7,7 Milliarden Dollar jährlich für Pot aus: Rund zwei Milliarden Dollar für den medizinischen Gebrauch und 5,7 Milliarden Dollar auf dem Schwarzmarkt.

Experten rechnen damit, dass der Markt für den legalen Verkauf alleine in Kalifornien bis 2020 auf jährlich 7 Milliarden Dollar anwachsen dürfte. Denn Kalifornien ist bislang der größte-Bundesstaat, der Cannabis generell freigibt. Unter dem US-Bundesgesetz bleibt die Droge auch weiterhin verboten. Das Unternehmen “Urbn Leaf” aus dem Kreis San Diego im Süden des Landes verkaufte am Neujahrstag Marihuana an rund 1000 Kunden.

Durch die Legalisierung befürchten aber vor allem medizinische Nutzer finanzielle Nachteile: Denn nun fallen für den Kauf der Droge auch Steuern an – und damit dürfte der Preis um etwa ein Drittel steigen. Der Steuersatz, der bei 15 Prozent liegt, soll rund eine Milliarde Dollar in die Kassen des Bundesstaates spülen.

Quelle: Noizz.de