Ein Lapdance in einem Stripclub? Während der Coronakrise undenkbar! Oder auch nicht: Ein "Gentleman's Club" in New York bietet jetzt virtuelle Lapdances mit 360-Grad-Video an. Und das war noch nicht alles!

Die Coronakrise bedeutet für uns alle große Einschränkungen – besonders hart betroffen sind jedoch Sexarbeiter*innen. Eine Branche, die durch Menschennähe und Körperkontakt lebt, muss während einer Pandemie kreativ werden. Wie das im Jahr 2020 funktioniert, zeigt der New Yorker Stripclub "Die Happy Tonight" ("Sterbe heute Nacht glücklich"), dort gibt es seit einigen Wochen nämlich virtuelle Lapdances. Immer dienstags können Kunden ihrem Zuhause mithilfe von Virtual Reality (VR) ordentlich einheizen.

Wie der Gründer des "Gentleman's Club", Kalin Moon, der "New York Post" verriet, war das Virtual-Reality-Projekt (VR) bereits vor Corona in Arbeit, der Launch sei nur zufällig in eine Zeit gefallen, in der die Leute ihr Zuhause nicht verlassen können. "Die Leute brauchen menschliche Verbindung und müssen unterhalten werden. VR ist eine großartige Möglichkeit, das von der Sicherheit des eigenen Heims aus zu erreichen", so Moon gegenüber der Zeitung.

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Virtuelle Lapdances dank Corona in New York (Symbolbild)

So funktionieren die VR-Lapdances

Dem Zuschauer wird eine hautnahe und persönliche Experience versprochen: Dank 360-Grad-Video befindet man sich virtuell im VIP-Raum des Clubs und kann sich dort sogar umher bewegen. Der große Unterschied zu Cam-Girl-Stripteases ist, dass das Video immersiv ist – in diesem Zusammenhang heißt das: Schwenkt man im Video nach links oder rechts, sieht man ebenfalls teilnehmende "Gentlemans" in der Champagner-Lounge, wie sie gerade einen Lapdance genießen. So sollen Kunden die reale Welt vergessen und ganz in die virtuelle Welt eintauchen können.

Die Idee ist nicht komplett neu

Neu ist die Idee übrigens nicht: Es gibt eine Vielzahl von Online-Games, die sich an der VR-Technologie bedienen und ein Stripclub in San Francisco führte bereits 2017 eine VR-Experience ein. "Wir sind vielleicht nicht die ersten, die virtuelle Lapdances anbieten, aber wir sind der erste physische Strip-Club der Welt, der unsere Erfahrung durch virtuelle Realität nachbildet, indem er unseren Veranstaltungsort und die Mädchen, die bei unseren Veranstaltungen tanzen, einsetzt", so Moon gegenüber der "New York Post".

Klingt spannend? Dann musst du allerdings tief in die Tasche greifen. Die Mitgliedschaft bei "Die Happy Tonight" kostet 1.200 Dollar. Kein Problem? Na dann los. Wer erst einmal etwas weniger Geld in die Hand nehmen will, kann bei "Die Happy Tonight" aber auch ein virtuelles Zoom-"Date" buchen, ein individueller oder Gruppen-Videochat mit einer Tänzerin deiner Wahl. Diese Sessions gibt es schon ab 200 US-Dollar für die ersten 30 Minuten. Ähnlich wie in einem Standard-Stripclub sollen Kunden aber auch bei der virtuellen Version direkt Trinkgeld on top geben.

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Quelle: Noizz.de