Die Gründerin einer christlichen Organisation fordert in einer Petition, dass die Porno-Plattform Pornhub geschlossen wird. Der Grund: Eine neue Flut von Vergewaltigungs-Videos – auch von Kindern. Die Plattform streitet alles ab.

Strenggläubige Christen, die etwas gegen Pornos haben – das ist wohl die erste Assoziation, die man im Angesicht der neuen Kampagne gegen Pornhub hat. Doch die neue Petition, die die Schließung der Porno-Plattform fordert und von der Gründerin einer christlichen Organisation ins Leben gerufen wurde, führt gute Gründe an. Fast 400.000 Menschen haben schon unterschrieben.

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Sexueller Missbrauch von Kindern

Die Kampagne, die von der Gründerin der Organisation Exodus Cry, Laila Mickelwait, gestartet wurde, drängt darauf, dass die Führungskräfte von Pornhub "für die Unterstützung des Menschenhandels" zur Verantwortung gezogen werden. Mickelwait behauptet, dass es ihr dabei nicht darum geht, "gegen die Pornoindustrie zu sein, sondern dem Handel und sexuellen Missbrauch von Kindern ein Ende zu setzen", wobei die Website der Organisation die kommerzielle Sexindustrie an sich als "böse" bezeichnet.

Symbolbild: Sexuelle Gewalt gegen Kinder

Vergewaltigungsvideos von vermisstem Mädchen

Mickelwaits Change. org-Petition führt eine Reihe von Fällen an, in denen Videos über sexuellen Missbrauch bei Pornhub hochgeladen wurden – darunter die Geschichte eines vermissten 15-jährigen Mädchens, das gefunden wurde, nachdem 58 Videos von ihrer Vergewaltigung bei Pornhub entdeckt wurden.

Sie bezieht sich auch auf einen Fall, in dem der "Girls Do Porn"-Besitzer Michael Pratt 22 Frauen "betrogen und gezwungen" hat, Sexualakte vor laufender Kamera zu zeigen, die anschließend bei Pornhub hochgeladen wurden. Nachdem die Frauen "Girls Do Porn" verklagt hatten – das früher einen offiziellen Kanal auf Pornhub hatte – wurden ihnen in dem Verfahren gegen das Unternehmen mehr als 12,7 Millionen Dollar zugesprochen.

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Pratt und andere Beteiligte waren auch auch beschuldigt worden, Filme von Vergewaltigungen, unter anderem von Kindern, zu produzieren. Mickelwait twitterte dazu: "Der Sexhandelsring Girls Do Porn hat diese Vergewaltigungs-Videos acht Jahre lang auf Pornhub veröffentlicht und sie wurden Millionen Mal angesehen. Pornhub profitierte von der Ausbeutung und setzte dies auch nach der Aufdeckung der Taten fort."

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Eine Untersuchung der Zeitung "The Times" vom November 2019 ergab, dass Pornhub "mit illegalen Inhalten überschwemmt wird", darunter heimlich aufgenommene, intime Fotos von Schulmädchen. Die Zeitung gibt außerdem an, dass auf Pornhub sexualisierte Bilder von Kindern im Alter von drei Jahren zu sehen gewesen waren. Die Website jedoch behauptet, dass sie Inhalte von nicht volljährigen Protagonisten verbiete.

Mickelwait kritisiert in ihrer Petition unter anderem den zu einfachen Upload-Prozess bei Pornhub, der solche Inhalte begünstige.

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  • Quelle:
  • Noizz.de