Chemie-Dozent richtet Amphetamin-Fabrik im „Breaking Bad“-Stil ein

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Spoiler: Der Plan ging nicht so gut auf wie bei Walter White und Jesse Pinkman. Foto: Breaking Bad / AMC

Von der Drogen-Serie fürs Leben gelernt.

Da dürfte die Polizei im polnischen Gdansk (Danzig) nicht schlecht aus der Wäsche geguckt haben: Szenen wie aus „Breaking Bad“ haben sich dort Ende September abgespielt. Fünf Männer wurden festgenommen, die eine geheime Amphetamin-Fabrik betrieben haben. Der Clou: Der Kopf der Aktion war ein 66-jähriger Chemie-Dozent in Rente.

Als hätten Jesse Pinkman und Walter White aus der Netflix-Erfolgsproduktion „Breaking Bad“ den Plan höchstpersönlich ausgetüftelt – ob das Labor, wie in der Serie, allerdings unter einer schäbigen Wäscherei untergebracht war und der Drogenschmuggel über eine Hähnchen-Fastfood-Kette namens „Pollos Hermanos“ abgewickelt wurde, ist nicht bekannt.

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Laut Polizei wurden in dem Labor zwei Produktionslinien sichergestellt, die eine automatische Drogenherstellung ermöglichten.

Der ehemalige Hochschullehrer soll die anderen vier Beteiligten bei der Einrichtung dieser Produktionslinien beraten haben.

Das klingt sowas von nach Heisenberg!

Aber eigentlich auch nicht so doof: Schließlich hat der ehemalige Chemie-Dozent wohl ein gutes Know-How darüber, was es für das perfekte Meth oder Speed braucht.

Ob er ähnliche Motive wie Walter White hatte? Das werden die Ermittlungen zeigen.

In der amerikanischen Fernsehserie „Breaking Bad“ wird ein unscheinbarer Chemielehrer zum Drogenproduzenten – weil er an Krebs erkrankt ist und seiner Familie zu Beginn finanzielle Sicherheiten bieten will.

Die Polizei stellte in Polen 120 Kilogramm chemische Substanzen sicher.

Ihren Angaben zufolge hätte diese Menge zur Herstellung von „sechs Millionen Portionen“ Amphetaminen gereicht.

Die Produktion war nach Angaben der Polizei noch nicht lange im Gange: Lediglich 300 Gramm Amphetamin waren zum Zeitpunkt der Festnahme hergestellt worden. Der Plan ging also gehörig in die Hose.

[Text: Zusammen mit dpa]

Quelle: dpa

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