Die Corona-Pandemie führt viele Unternehmen in Existenzkrisen, so auch Bordelle und andere Orte der Sexarbeit. Während sich die Bundesregierung auf die Wiederöffnung von Autohäusern und den Schutz der Deutschen Polizei konzentriert, bleiben für Lusthäuser wenig Kapazitäten übrig. Mit einem Tag der offenen Tür werben Bordelle deutschlandweit für ihre Wiedereröffnung.

Deutschlandweit haben Bordelle mit einem Tag der offenen Tür auf ihre schwierige Lage wegen der Corona-Krise aufmerksam gemacht. Die Einrichtungen für erotische Dienstleistungen könnten nach Überzeugung der Organisatoren unter Einhaltung strenger Hygieneregeln wieder öffnen.

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Laura, Mitbetreiberin von "Lauras Girls" in Karlsruhe sagte am Donnerstag, sie müsse spätestens im September wieder öffnen, um wirtschaftlich überleben zu können. Ihren vollständigen Namen nennt die Unternehmerin nicht. Ihr Haus sei seit dem 14. März geschlossen. Durch die Schließung der konzessionierten Einrichtungen werde die Prostitution wieder in den illegalen Bereich gedrängt. "Die Kontrolle geht verloren." Die Unternehmerin forderte die Politik zu Gesprächen auf. Bisher habe man keine Reaktion aus der Politik gesehen. "Wir werden nicht gehört."

Hamburger Sexarbeiterinnen protestieren am 11. Juli 2020 gegen die Lockdown-Maßnahmen der Bundesregierung: "Ein Stück Hamburg stirbt. Helft uns, unseren Kiez zu retten."

Bordelle leiden unter den Quarantäne-Maßnahmen besonders – ihr Betrieb war bislang komplett verboten

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Es gibt keine verlässlichen Zahlen darüber, wie viele Menschen in der Sex-Branche arbeiten. Im Rahmen des Prostituiertenschutzgesetzes hatten sich bis Ende 2018 rund 32.800 Menschen offiziell angemeldet. Dort meldeten sich nach Angaben von Johanna Weber vom Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen allerdings nur diejenigen an, die es müssen, weil sie in Bordellen, Laufhäusern, Domina-Studios, Sauna-Clubs oder ähnlichen Einrichtungen arbeiten.

[Text zusammen mit: dpa]

Quelle: Noizz.de