Die Marihuana-Sträuche sind über drei Meter hoch.

Die Balearen-Insel Mallorca gilt ja eigentlich als Suff- und Schlager-Paradies nahe Schland. Und nach der Ballermann-Phase ist die spanische Insel oft die Location für Urlaube mit Freunden in der Finca der Eltern eines Bekannten, wo man gemeinsam kocht und Weinchen kippt.

Auf Mallorca gibt es laut der „MallorcaZeitung“ aber auch eine Ökofinca, auf deren Plantage statt Gemüse, Kräutern und Obst so viele Hanfpflanzen angebaut werden, dass man es aus der Ferne für einen Wald halten könnte!

Der Standort der Finca soll geheim bleiben. Grund ist nicht etwa, dass der Anbau illegal wäre: Die Investoren, ein Anwalt und ein Arzt aus der spanischen Kleinstadt Pollença, befürchten, Kiffer könnten sich die Pflanzen klauen – in der Hoffnung, davon high zu werden.

Dabei handelt es sich bei der Sorte um Marihuana light, die nicht high macht. Der Wirkstoff THC sorgt für das High, der Wirkstoff CBD ist hingegen harmlos und wirkt entspannend.

Die Hanf-Pflanzen auf der Planatage auf Malle haben nur 0,2 Prozent THC, sind damit unbedenklich für die Gesundheit, nicht psychoaktiv, EU-zertifiziert und legal.

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Die Balearen-Universität plant Untersuchungen des THC- und CBD-Gehalts der trockenen Pflanzenteile in den Laboren seines Instituts für Gesundheitsforschung.

Das Ministerium unterstützt sogar die beiden Investoren, die 50.000 Euro in das Experiment gesteckt haben. Denn die Plantage könnte in Zukunft eine sichere Einnahmequelle für die Öko-Bauern auf der Insel werden.

Eine logische Annahme – denn der legale Cannabis-Markt wächst weltweit, wird zu einem neuen Wirtschaftszweig. Sogar Getränkehersteller wie Coca Cola planen eine Brause mit CBD.

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Die erste Ernte im Oktober wird zeigen, ob das Experiment CBD-Hanf-Plantage auf Malle funktioniert.

Quelle: Noizz.de