Das Fetisch nennt sich Pet-Play.

Eine Frau streift sorgsam über die Nüstern ihres Ponys. Klingt als hätte sich hier eine Erwachsene ihren Kindheitstraum wahr gemacht und ein Pferd gekauft. Bei den „Human Pony“-Playern läuft das allerdings etwas anderes ab – anstatt eines echten Pferdes, haben sie ein menschliches Pony unterm Sattel!

Beim Pony Play Down in New Orleans trafen sich die Pony-Player um ihrem Fetisch nachzugehen und das gleich ein ganzes Wochenende. Im Interview mit „The Wizard Of Odd TV“ erklärt eine Teilnehmerin „Wir leben von Montag bis Freitag wie ganz normale Leute. Am Wochenende verwandeln wir uns eben.“

Das „Human Pony Play“ kommt aus der Fetisch-Szene. Der Reiter kümmert sich zwar aufopferungsvoll um sein Pferd, gibt aber den Ton an und dominiert damit sein „Pony“. Die Person, die sich als Pferd verkleidet, benimmt sich während des Rollenspiels wie ein Tier. Das „Pony“ scharrt mit den Hufen, schnaubt und freut sich über Streicheleinheiten, muss aber seinem Besitzer gehorchen, sonst gibt’s Konsequenzen.

Bei den Pony Play Festivals treffen hunderte Rollenspieler aufeinander und können ihrer Leidenschaft ungestört nachgehen. Auch in Deutschland finden immer wieder ähnliche Festivals im kleineren Rahmen statt. In Berlin gibt es sogar einen monatlichen Stammtisch für Pet-Player, die sich untereinander austauschen können. Viele verkleiden sich nicht nur als Ponys, sondern auch als Katzen oder Hunde.

Allerdings schreiben die Organisatoren auf ihrer Homepage, dass Kostümierungen zu den Stammtischen leider nicht erwünscht seien, da sie sich an einem öffentlichen Ort treffen würden. Bei privaten Veranstaltungen werden Kostüme aber gerne gesehen.

Quelle: Noizz.de