Und er macht keine halben Sachen.

Zu Schulzeiten bekam André 3000 öfter mal Ärger in der Schule, weil er vor lauter Einfallsreichtum und Unterforderung ständig im Unterricht herumkritzelte. Seine Freunde und er trugen mit Vorliebe minimalistische Tretorn Nylites, welche gelegentlich ebenfalls Subjekt seiner kreativen Verausgabungen wurden.

Unter Andrés Hand avancierten die schlichten Sneaker zu extravaganten, fashionablen Botten. Davon inspiriert bringt das umtriebige Multitalent jetzt gemeinsam mit Tretorn eine komplette Kollektion auf den Markt.

André arbeitete für die Kollektion eng mit dem Footwear Designer Jeff Staple zusammen, dessen spezielle Nike Dunk Variante bei ihrem Release 2005 für einen Massenaufruhr auf der Lower East Side sorgten.

Staple, dessen Portfolio bereits mehrere Superstar-Kollabos umfasst, zeigte sich überrascht von Andrés großem Engangement bei der Gestaltung. „Du weißt nie, was du bekommst, wenn ein Celebrity den Raum betritt. Aber [André] war super in den Prozess involviert. Das war keine Kollab, die mal eben am Telefon entstanden ist.“

André legte bei den Brainstorming-Sessions 15 Skizzenbücher der letzten 10 Jahre auf den Tisch und einige seiner frühen Entwürfe wurden letztendlich auch Realität. Staple unterstützte ihn dabei mit seiner umfassenden technischen Expertise, so dass aus den Gedanken und Skizzen produktionsreife Designs wurden.

Der Nylite feiert dieses Jahr seinen 50. Geburtstag und die beiden Freigeister verpassten ihm von der Ferse bis zum Zeh einen Neuanstrich. „Das ist der Typ, der Aquemini komponiert hat. Wenn man mit dieser geistigen Einstellung Footwear gestaltet, kommen die Ideen aus heiterem Himmel. Einige der Modelle sind richtig schick geworden, andere dagegen eher casual und manche, wie der Nylite Hight-Top mit Klettverschluss, einfach nur crazy.

Staple weihte André auch in die Regeln der aktuellen Sneaker- und Fashionwelt ein, da der Rapper Social Media Portale konsequent boykottiert. Zehn Jahre zuvor hatte Andre eine eigene Modeline namens Benjamin Bixby entworfen, und hatte sich damals im Vorfeld in diversen Fashionmetropolen der Welt über Kleiderproduktion informiert – trotzdem bat er Staple um einen Crashkurs.

Ähnlich wie Kanye, der sogar ein Praktikum bei Fendi absolvierte, machte André keine halben Sachen. Sogar in abschließende Prozesse, wie die Gestaltung der Verpackung war er ausnahmslos eingebunden.

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[Text: Daniel Becker]

Quelle: Noizz.de