Das Original von 1986 ist nicht der einzige Ikea-Schatz …

Ikea feiert in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag – und während zur Feier des Firmenjubiläums der ein oder andere Möbelklassiker wieder neu aufgelegt wird, haben Experten des schwedischen Traditions-Auktionshauses Bukowskis einige Ikea-Schätze ausgegraben.

Denn ob ihr es glaubt oder nicht: Einige eurer alten Ikea-Teile (oder die eurer Eltern / Großeltern), die damals ein echtes Schnäppchen waren, sind heute richtige Raritäten und Designerschätze. Das liegt zum einen an den Möbeldesignern und Architekten, mit denen Ikea früher zusammengearbeitet hat – etwa der dänische Architekt Philip Arctander, dessen Möbelstücke als Klassiker gelten.

Manchmal liegt es aber auch an den Materialien, die Ikea früher verwendet hat, oder Farbdesigns, die es heute nicht mehr gibt. Mittlerweile hat sich ein echter Sammlermarkt etabliert: Die Möbel können inzwischen mehrere Hunderte und Tausende Euro einbringen, je nachdem, in welchem Zustand sie sich befinden, oder ob ihr ein ganzes Ensemble besitzt.

Besser als Omas Porzellan

Das Nejlika-Set (schwedisch für „Nelke“) entstand in den 90ern in Zusammenarbeit mit dem schwedischen Nationalmuseum. Ikea wollte das traditionelle Geschirr des 18. Jahrhunderts aufnehmen. Wenn ihr alle Teile im Originalzustand habt, kann das gesamte Set gut 1.300 Euro wert sein.

Dieser Sessel von Philip Arctander: Ehemals circa 12 Euro, heute mehr als 56.000 Euro wert

Okay, das Ikea-Original hat einen anderen Bezug (weiß-orange kariert), aber ebenfalls im klassischen Arctander-Stil. Der åke-Sessel wurde 1944 designt und hat damals umgerechnet nur etwas mehr als 10 Euro gekostet. Jetzt ist er gut 56.000 wert – das nennen wir mal Wertsteigerung!

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Kleine Puppenkarre

Auch wenn es ein bisschen danach aussieht – die Aufbewahrung aus der Ikeas PS-Reihe stammte von Tomas Sandell. Wer noch so ein Teil von 1995 hat, kann dafür bis zu 300 Euro kriegen. Eine Neuauflage gibt es aktuell auch wieder bei Ikea zu kaufen – die kostet dann aber nur 90 Euro.

Von Billys Vater

Gillis Lundgren ist so etwas wie Ikeas Star-Möbelmacher. Er hat nicht nur das legendäre Billy-Regal erfunden, sondern auch diese stylische Schrankwand. Das Schmuckstück ist nun gut 3.300 Euro wert.

Seventies!

Nochmal von Gillis Lundgren und so stylisch, dass wir es uns sofort wieder ins Wohnzimmer stellen würden! 1972 wäre der Liegesessel für gut 45 Euro deins gewesen, heute musst du schon über 300 Euro hinblättern.

Flach, flacher, am flachsten

Ja, noch einmal etwas vom guten Gillis. Der ikonische Beistelltisch, den man auch heute noch bei Ikea kaufen kann, war das erste Möbelstück, dass in einem flachen Paket zum selber Zusammenbauen verkauft wurde. Ein Original von 1953 bringt gut 1.120 Euro in die Kasse.

Drahtig, aber sexy!

1983 hatte Designer Niels Gamelgaard die Idee zu diesem Sesselkonstrukt – und landetet einen Design-Volltreffer. Damals hieß er „Järpen“. Die 90er Version kann als Paar heute bis zu 300 Euro wert sein. Allerdings gibt es auch davon zum Ikea-Geburtstag ein Redesign. Es heißt nun aber Råane und wird für knapp 50 Euro verkauft.

Zum Dahinsetzen

Karin Mobring hat sich diese Stühle in den 70ern erträumt – und heute sind sie mehr als 900 Euro wert.

Symmetrie. Baby!

Dieses Modell hört auf den Namen „Vilbert“ – und so farbenfroh wie dieser Stuhl ist, überrascht es nicht, dass er a) ein Kind der 90er ist und b) vom Designer Verner Panton stammt. Die Reihe war auf 3.000 Stück limitiert, einen Stuhl gab es damals für gut 70 Euro. Wer davon sechs Stück am Esstisch stehen hat, kann sich glücklich schätzen – und sie rein theoretisch für 10.000 Euro an den Mann oder die Frau bringen.

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Ein Sofa für die Ewigkeit

Wer hätte gedacht, dass die 80er einmal so schlicht gewesen sind? Das Moment-Sofa war auf dem Cover des Ikea-Katalogs von 1986 und ist heute ein heiß begehrtes Sammlerstück, für das du bis zu 2.800 Euro kriegen kannst. Da lässt sich doch bestimmt noch irgendwo eins auftreiben. Passt jedenfalls perfekt ins moderne Wohnzimmer.

Die olle Vase

Jonsberg“ heißt diese Vasenreihe der niederländischen Künstlerin Hella Jongerius von 2005. Eine kostete damals 30 Euro, heute sind sie bereits das dreifache wert.

Mir geht ein Licht auf!

Wer solch eine grüne Hängelampe noch aus den 80ern übrig hat: Herzlichen Glückwunsch, sie sind nun etwa 350 Euro wert. Einzeln. Und in gutem Zustand.

Aber eigentlich sind die Teile viel zu schön, um sie zu verkaufen!

Wer sich fragt, was er oder sie am besten heute noch bei Ikea kauft: Der britischen Tageszeitung Daily Mail sagte Pontus Silfstople, Mitbegründer des Auktionshauses Barnebys, er empfiehlt die aktuelle Ikea PS-Serie sowie die Sinnerlig-Kollektion von Ilse Crawford. Na dann!

Quelle: Noizz.de