Hört auf, eure Gefühle runterzuschlucken!

Wir alle waren schon einmal die Frau, die ihre eigenen Bedürfnisse für Familie, Freunde oder Partner/Partnerin zurückgestellt hat. Doch was, wenn es nicht bei der Ausnahme bleibt? Was, wenn das sogenannte Self-Silencing (sich selbst zum Schweigen bringen) zum Verhaltensmuster wird und man seine Gefühle immer und immer wieder runterschluckt?

In vielen Fällen kommt es euch vielleicht vor, wie die richtige Entscheidung – euer Körper sagt aber etwas anderes. Denn im Vergleich zu Menschen, die ihre Bedürfnisse laut äußern, sind die Self-Silencer viel stärker von körperlichen und geistigen Krankheiten betroffen.

In den letzten Jahrzehnten belegten verschiedene Studien, dass es einen Zusammenhang zwischen Self-Silencing und Krankheiten wie Depression, dem Reizdarmsyndrom und sogar einem erhöhten Todesrisiko gibt. Spätestens jetzt ist der Moment, an dem ihr überlegen solltet, öfter den Mund aufzumachen.

Ein schockierendes Beispiel: Eine neue Studie der psychiatrischen Abteilung der Universität Pittsburg hat ergeben, dass Self-Silencing sogar in Zusammenhang mit Plaqueanhäufung in den Arterien steht – was zu hohem Blutdruck und sogar zu einem Schlaganfall führen kann, berichtete "Eurekalert". Die Studie untersuchte 304 Frauen, die sich in den Wechseljahren oder kurz davor oder danach befinden. Die Frauen, die von ihrem eigenen Self-Silcencing berichteten, hatten stärkere Plaqueanhäufungen in den Arterien, als die anderen Teilnehmerinnen.

Ja, es kann schwer sein, seine Bedürfnisse zu äußern und anderen damit auf die Füße zu treten. Betrachtet man aber die krassen Auswirkungen, ist es das absolut wert. Deinem Freund zu sagen, dass sein "süßer" Spitzname für dich eher nervtötend ist, kann ein Anfang sein.

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Quelle: Noizz.de