Die Zweifel an der Bitcoin wachsen – denn mittlerweile gibt es mehr als 1.000 Konkurrenten!

Langsame Transaktionen, gigantischer Stromverbrauch, Regulierungen im Anmarsch: Die Zweifel an der Kryptowährung Bitcoin wachsen. Nach einem krassen Höhenflug brach der Kurs zwischenzeitlich ein; rasante Schwankungen gehören für die Krypowährung zur Tagesordnung.

Doch die Technik dahinter gewinnt immer mehr Fans. Sogar die Europäische Zentralbank erhofft sich einen großen Nutzen davon. Kein Wunder, dass ständig neue Bitcoin-Alternativen entstehen – mittlerweile weit über tausend. Zückt eure Kreditkarten und schmeißt den Rechner an: NOIZZ stellt euch sechs Währungen vor, die aktuell angesagt sind.

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Ether ist nach Bitcoin die Kryptowährung mit dem zweitgrößten Gesamtwert. Derzeit sind alle im Umlauf befindlichen Ethereum-Coins rund 99 Milliarden Dollar schwer. Ether ist besonders gut für sogenannte Smart Contracts geeignet. Dabei fließen vorab vertraglich vereinbarte Zahlungen automatisiert. Der Inhaber einer Flugausfall-Versicherung beispielsweise kann automatisch eine Auszahlung erhalten, wenn ein Ausfall registriert wird. Der Kunde braucht also keinen Anspruch mehr melden und die Versicherung muss den Fall nicht mehr prüfen. Das Prinzip wird derzeit in vielen Branchen getestet.

Boomen die Bitcoins weiter, könnte ihre Herstellung schon Ende dieses Jahres 0,6 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs ausmachen. In Island verbrauchen die dort ansässigen Bitcoin-Produzenten schon jetzt mehr Strom als alle Privathaushalte zusammen! Peercoins gelten als klimaschonende Alternative. Hier hängt die Sicherheit des Netzwerks nicht von der Rechenleistung der Teilnehmer ab. In der Breite ist Peercoin allerdings noch nicht angekommen. Die umweltfreundliche Cyberwährung liegt gerade mal auf Platz 159 der rund 1500 Kryptowährungen – und ist rund 125 Millionen Dollar.

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Ripple wird von Krypto-Fans und Banken besonders gehypt! Schon bald könnte die Währung auch für Zahlungen zwischen Finanzinstituten genutzt werden. Nach Angaben der Erfinder aus Kalifornien lassen sich mit Ripple im Schnitt 1500 Transaktionen pro Sekunde abwickeln. Genau das tuen mittlerweile einige große Finanzinstitute wie die spanische Santander Bank oder die Schweizer UBS. Der Gesamtwert aller Ripple-Coins betrug zuletzt rund 50 Milliarden Dollar.

Digitalisierung sei Dank können auch Haushaltsgeräte und Maschinen zunehmend selbstständig handeln. Merkt euer Kühlschrank, dass die Milch knapp wird, bestellt er automatisch nach. Genau dabei kann Iota ins Spiel kommen. Denn die Währung ist besonders gut für eine Vielzahl von Transaktionen mit geringen Summen geeignet. Zudem fallen für die Überweisungen keine Kosten an. Mit einem Gesamtwert von rund 5 Milliarden Dollar liegt Iota derzeit auf Platz 10 der wichtigsten Cyber-Coins.

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Das "D" in Dash könnte für "Diskretion" stehen. Denn mit spezieller Verschleierungstechnik können die Transaktionen in der Blockchain nicht öffentlich verfolgt werden. Ein Argument für Fans, ein Aufreger für Kritiker. Sie mahnen: Dash zieht Kriminelle an. Außerdem sorgte für Skepsis, dass die Dash-Entwickler den Algorithmus so programmiert haben, dass eine große Menge der Cyber-Coins anfangs in ihre eigenen Taschen floss. Auch wegen der Kritik wurde die Währung bereits zwei Mal umbenannt. Mit einem Gesamtwert von über 6 Milliarden Dollar gehört sie heute dennoch zu den wichtigsten Währungen.

Kryptowährungen sind verstärkt in das Visier der Politik geraten: Die noch junge Währung Cardano rühmt sich damit, bei staatlichen Eingriffen besonders flexibel zu sein. Vor allem China, Japan und Südkorea gehen inzwischen restriktiv gegen Kryptowährungen vor. Aber auch in Europa geraten sie zunehmend in den Fokus. Das dürfte einer der Gründe dafür sein, dass Cardano inzwischen in die Top-5 der Kryptowährungen aufgestiegen ist.

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[Text: zusammen mit dpa]

  • Quelle:
  • Noizz.de