Dafür soll es einen einfachen Trick geben.

Sie galten als unsicher, teuer und schwergängig: die gelben Fahrräder von Obike lieh sich niemand wirklich gerne aus. Deswegen ging der Hersteller aus Singapur auch ziemlich schnell pleite.

Jetzt ist die Firma insolvent – und plötzlich will jeder eines der Räder haben. Aber nicht zum Leihen. Hacker rufen dazu auf, die Fahrräder mit einem Trick zu knacken – und sie damit kostenlos zu fahren. Das soll mit Schraubenzieher, Bohrer und Essstäbchen funktionieren.

Hersteller und Polizei sehen das als Aufruf zu Straftaten an. Die Hacker haben einen Grund: Sie wollen die gelben Räder retten. Denn seit Obike pleite ist, sind die Räder Opfer von Zerstörungswut. Viele landen im Graben, manche sogar auf Bäumen, andere werden auseinandergeschraubt.

Wie es dann mit den Rädern weitergeht? Das weiß niemand. Der Hersteller selbst ist nicht mehr erreichbar. Dass der die Obikes wegräumt? Nach der Pleite nicht mehr vorstellbar. Laut der Deutschen Presseagentur gibt es dieses Problem in mehreren deutschen Städten, etwa in München, Hannover und Frankfurt.

Die SPD in Berlin fordert jetzt aber die Stadtverwaltung dazu auf, die Räder zu entfernen. Die wird die Bikes aus den Bäumen wahrscheinlich auf den Schrottplatz werfen. Räder die noch intakt sind, sollen für die Armen gespendet werden. Ob sie nun gehackt worden sind oder nicht.

Übrigens: Der Instagram-Account Sad_Obikes sammelt Fotos von zugrunde gerichteten Obikes:

Quelle: Noizz.de