Ein französischer Porno-Produzent will aber trotzdem weiter Filme drehen.

Am 14. Februar wurde angeblich ein bekannter Pornodarsteller mit Sitz in Spanien positiv auf HIV getestet. Das Problem: Nach dem Deutschen AIDS Verband soll so ein HIV- Test nur drei Monate nach dem letzten Risikokontakt durchgeführt werden. Der spanische Darsteller ist also schon mindestens drei Monate mit HIV infiziert und kann in dieser Zeit all seine Geschlechtspartner angesteckt haben – und diese natürlich wieder andere. Die Pornoproduktion in Europa wurde deswegen vorübergehend beendet. Die HIV-Verbreitung soll so gestoppt werden.

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Laut Informationen von Unilad soll „eine Koalition europäischer Porno-Bosse und Agenten“ eine Erklärung zu dem Vorfall abgegeben haben. Dabei wurde der betroffene Akteur – „Patient Null“ genannt, öffentlich identifiziert und eine Liste mit den neun betroffenen Fällen veröffentlicht. Diese sollen zurückgehalten werden, um so andere europäische Pornodarsteller vor einer Infizierung zu schützen.

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Dass die Pornoindustrie lahmgelegt wird, ist bisher noch nie passiert. Das Problem: Die Darsteller müssen irgendwie ihr Geld verdienen. Die Aktion #WestoppedXXX wird aber von den meisten Akteuren unterstützt:

Doch nicht jeder scheint sich mit HIV-Infektion auseinanderzusetzen und sich um die Gesundheit anderer – in diesem Fall auch Kollegen und Kolleginnen – zu kümmern. So wurde eine Sprachaufnahme veröffentlicht, in der ein französischer Porno-Produzent angeblich zugibt, trotzdem weiter Erotikfilme zu drehen. Und das, obwohl der US-Pornobranchenverband Free Speech Coalition (FSC) einen sofortigen Stopp der gesamten Produktion in Europa verordnet hatte – für mindestens zwei Monate.

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Wann wieder Pornos in Europa gedreht werden können, ist unklar. Genauso, ob die Darsteller und Darstellerinnen dann wirklich vor HIV geschützt sein können. 

Quelle: Noizz.de