Pauline Bonaparte ist keine Frau für Selfies. Die Marmorskulptur "Venus Victrix" des italienischen neoklassizistischen Bildhauers Antionio Canova ist nur zum Angucken, nicht zum Anfassen. Trotzdem wagte es ein österreichischer Besucher, sich ungefragt auf sie zu setzen. Dabei zerstörte er zwei Körperteile.

Sie posiert anmutig auf einer Liege: Das Kleid bedeckt ihre Hüfte, schmiegt sich sanft über ihre Beine. Die Brust ist unbedeckt. Pauline Bonaparte ist schön. So schön, dass ein gemeinsames Foto mit ihr den eigenen Instagram-Feed um ein Vielfaches aufwerten würde. Ist das erlaubt? Oh Gott, nein. Pauline ist als Venus Victrix in einem Museum ausgestellt, umzäunt von goldenen Ketten. Das Gipsmodell ihrer Marmorskulptur ist zerbrechlich. Wer die zarte Frau berührt, kann sie schnell zerstören. Trotzdem wagte es am 31. Juli dieses Jahres ein österreichischer Besucher, sich Pauline zu nähern. Sie kam nicht unbeschadet davon.

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Italienische Kunstfigur verliert wegen Selfie zwei Zehen

Nach Informationen von "Hypebeast" bemerkte ein Wachmann, dass die Skulptur zwei Zehen verloren hatte. Als er das Überwachungsmaterial kontrollierte, sah er einen Mann, der sich auf Pauline setzte, ein Selfie mit ihr machte und schnell verschwand. Der österreichische Besucher hatte das Kunstwerk für ein Foto zerstört.

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Auf der Facebookseite des Museums "Gypsotheca Antonio Canova", in dem die Figur ausgestellt ist, heißt es: "Verantwortungsbewusstes Verhalten im Museum ist nicht nur eine bürgerliche Pflicht, sondern ein Zeichen des Respekts für das, was unsere Geschichte und Kultur bezeugt, und das muss stolz weitergegeben werden auch für zukünftige Generationen." Inwiefern der Mann für seine Handlung haften muss, ist nicht bekannt.

Vielleicht wird sein Selfie das wohl teuerste Selbstbild der Social-Media-Geschichte.

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  • Quelle:
  • Noizz.de