"Black Lives Matter" gilt gerade als womöglich größte Bewegung aller Zeiten und setzt sich mit Demos und Protesten auf ganzer Welt für Schwarze Menschen und gegen Rassismus ein. Bei einer Demo in Tennessee hat eine weiße Frau unter Beweis gestellt, wie weit man menschlich von der humanistischen Bewegung entfernt sein kann, und beleidigte einen Demonstranten, wie nur Karens es können.

Karens feiern im Internet gerade einen kleinen Hype – gegen ihren Willen. Gemeint sind weiße Frauen mittleren Altes, die sich mit ihrem egozentrischen und grenzüberschreitenden Verhalten den Hass ihrer Mitmenschen auf sich ziehen. Markenzeichen ist ein gewisser, blond gefärbter Bob, besser bekannt als die "Ich will mit Ihrem Manager sprechen"-Frisur. Karens spritzen die Kreidemalereien kleiner Kinder mit Wasserschläuchen von Spielstraßen und glänzen als Rassistinnen.

Zu unserem Karen-in-depth-Guide, hier entlang: Wer ist eigentlich diese "Karen" und warum will sie mit dem Manager sprechen?

Wie "lgbtqnation" berichtet, hat eine Frau um die 50 aus Tennessee das Klischee einer Karen gerade mal wieder bis ins Detail bestätigt und sich mit homophoben und rassistischen Beleidigungen auf einer Gegenveranstaltung zu einer BLM-Demo zum viralen Internet-Phänomen gewütet.

Kate Gosselin, die Ur-Karen, und ihr ikonischer "Kann ich bitte Ihren Manager sprechen"-Haarschnitt. Legende.

Karen vs "Black Lives Matter"-Demonstranten

Man stelle sich folgende Szene vor: Während sich auf der einen Seite Demonstranten mit Schwarzen Menschen solidarisieren und sich gegen strukturellen Rassismus verbünden, steht hinter einer Absperrung ein kleiner Mob klappriger, weißer Menschen mit Altersdurchschnitt zwischen 50 und 60, schwenkt Flaggen der USA, ruft "White Lives Matters" und pöbelt gegen die eigentlichen Demonstranten – als gäbe es einen Preis für ekelhaftes Verhalten. Allen voran: Sonya Holt aka Karen.

>> Karen außer Kontrolle: Weiße Frau und ihr Mann zielen mit Pistolen auf BLM-Demonstrant*innen

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"White lives are better, white lives are better!", ruft Karen und man sieht ihr die Freude dieser plumpen Provokation ins Gesicht geschrieben. Ein anderer BLM-Demonstrant, der die Szene ebenfalls per Handy einfängt, sagt ihr ins Gesicht, dass er sich darauf freut, das Video zu teilen. Karen weiß, was sie davon hält:

"Du bist ein schwules, homosexuelles Stück Scheiße und du wirst in der Hölle brennen." Im Hintergrund sieht man Trump-Caps mit der Aufschrift "Make America Great Again". Irgendjemand: Mach Amerika bitte wieder menschlich. Am 3. November sind Präsidentschaftswahlen in den USA.

Quelle: Noizz.de