US-Präsident Donald Trump nutzt die Aufruhr der Corona-Krise, um ganz heimlich ein diskriminierendes und menschenverachtendes Gesetz zu verabschieden. Er spricht darin non-binären und trans* Menschen die Daseinsberechtigung ab und nimmt ihnen so einen Schutz, den sie von Barack Obama erhalten hatten.

Die US-Regierung hat eine von Präsident Donald Trumps Vorgänger Barack Obama geschaffene Regelung zum Schutz von trans* Personen vor Diskriminierung im Gesundheitswesen zurückgenommen. Die Obama-Regierung hatte die Definition von Geschlecht in einem Gesetz zum Schutz der Bürgerrechte im Gesundheitswesen 2016 über das biologische Geschlecht hinaus ausgeweitet, um alle Geschlechtsidentitäten zu erfassen. Das Gesundheitsministerium erklärte am Freitag, die Regierung werde nun zur Interpretation des Wortes "Geschlecht" als "männlich oder weiblich und wie von der Biologie bestimmt" zurückkehren.

Das Nationale Zentrum für die Gleichstellung von trans* Menschen bezeichnete die Entscheidung der Trump-Regierung als "grausam" und "verachtenswert". Ärzte und Versicherer könnten in der Folge trans* Personen die Versorgung verweigern, hieß es in einer Mitteilung.

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Donald Trump stürzt Schutz für trans* und non-binäre Menschen im Pride-Monat Juni

Während die Corona-Krise in den USA weiter aus dem Ruder läuft und sechs Staaten rapide Anstiege an Infektionen melden, nutzt Trump die Gelegenheit des Aufruhrs, um ein Menschen verachtendes Gesetz zu verabschieden.

Kritik kam auch von den Demokraten. Der designierte Präsidentschaftskandidat Joe Biden erklärte auf Twitter: "Donald Trumps Grausamkeit kennt wirklich keine Grenzen." Biden wies darauf hin, dass die Ankündigung der Regierung nicht nur mitten in der Corona-Pandemie kam, sondern auch am Jahrestag des Attentats auf einen LGBTQ-Nachtclub in Orlando 2016 und mitten im Pride-Monat, den die USA jedes Jahr im Juni begehen und damit an die Ereignisse im Juni 1969 in New York erinnern, bei denen sich in der Christopher Street die Besucher der Schwulenbar "Stonewall Inn" gegen willkürliche Kontrollen und Schikanen wehrten.

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Die Sprecherin des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, sprach von einem "gefährlichen Angriff auf unsere Grundwerte Gleichheit und Gerechtigkeit" und kritisierte, dass die Regierung Diskriminierung in wesentlichen Bundesrichtlinien verankere.

[Text zusammen mit: dpa]

Quelle: Noizz.de