Transsexualität ist laut WHO keine psychische Störung mehr

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Transsexualität wird endlich nicht mehr als psychische Krankheit angesehen Foto: gagnonm1993 / pixabay.com

Wird ja auch mal Zeit, dass es von der Liste genommen wird!

Willkommen im 21. Jahrhundert. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in ihrer „Internationalen Klassifikation von Krankheiten“ (ICD) festgelegt, dass Transsexualität von der Liste der psychischen Störungen genommen wird. Damit korrigiert die WHO eine frühere Einordnung. In der 11. Auflage der ICD, die Regierungen und Behörden weltweit als Grundlage für die Diagnose und Behandlung von Erkrankungen gilt, ist Transsexualität stattdessen im Kapitel Sexualgesundheit verzeichnet.

Wird der Diskriminierung damit ein Ende gesetzt?

Obwohl diese Einordnung für viele längst überflüssig klingt, könnte die offizielle Änderung dazu beitragen, dass Transsexuelle weniger diskriminiert werden und auf bessere Behandlung hoffen dürfen. Bislang wäre nach ICD die Beseitigung der „Störung“ Transsexualität Ziel einer Behandlung gewesen. Transsexuelle fühlen sich nicht dem Geschlecht zugehörig, dessen körperliche Merkmale sie zeigen. Die Streichung vom Homosexualität als psychische Störung im ICD erfolgte 1992 und führte in Deutschland zur Abschaffung des Strafgesetz-Paragraphen 175 zwei Jahre später, der männliche Homosexualität unter Strafe stellte.

Die Diskriminierung von Homo- und Transsexuellen ist weltweit sehr stark verbreitet. Fast die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Ländern, in denen sexuelle Minderheiten kriminalisiert werden. Dies geht aus dem ersten Bericht des UN-Experten, der für den Schutz der Rechte sexueller Minderheiten zuständig ist, Victor Madrigal-Borloz. Täglich seien Millionen Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle und andere sexuelle Minderheiten Grausamkeiten allein aufgrund der Tatsache ausgesetzt, wen sie liebten, sagte der aus Costa Rica stammende Jurist bei seiner ersten Rede im UN-Menschenrechtsrat am Montag.

Quelle: Zusammen mit epd

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