Es ist nicht die erste symbolträchtige Handlung der Band während ihrer Tour für die LGBTQI*-Community.

Rammstein haben auf ihrer aktuellen Stadion-Tour eine klare Botschaft: keine Chance für Homophobie! Das zeigte die Band bereits bei ihrem Konzert im polnischen Chorzow. Schlagzeuger Christoph Schneider ließ sich in einem Schlauchboot durch die Menge tragen, und schwenkte dabei eine Regenbogenfahne. Ein starkes politisches Zeichen gegen die restriktive Politik im ultrakonservativen Polen, die die Rechte von LGBTQI* immens einschränken.

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Bei ihrer Station in Moskau ging die Band noch einen Schritt weiter: Beim Song "Ausländer" küssten sich die Bandmitglieder Richard Z. Kruspe und Paul Landers vor den Zuschauern auf der Bühne.

Das Konzert in der russischen Hauptstadt war ausverkauft. Auf Instagram teilte die Band ein Foto mit einer russischen Caption, die übersetzt sagt: "Russland, wir lieben dich!"

In Russland stehen positive Äußerungen über Homosexuelle in Anwesenheit von Kindern seit 2013 unter Strafe – und auch sonst werden die Rechte von offen homosexuell lebenden Menschen massiv eingeschränkt. Russland wurde bereits mehrmals vom Europarat deswegen gerügt.

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Rammstein zeigen also eine klare politische Botschaft mit diesem Auftritt, gerade in Moskau. Allerdings ist es nicht das erste Mal, dass sich die beiden Bandmitglieder bei einem Auftritt küssen. Fans haben die beiden deswegen schon liebevoll "Paulchard" getauft.

Morgen wird die Band in St. Petersburg auftreten, die Europatour von Rammstein geht noch bis zum 23. August und endet in Wien. Mal schauen, welche Aktionen die Band noch auf Lager hat, um auf Gleichberechtigung und Toleranz hinzuweisen. Go for it!

Quelle: Noizz.de