YouTube veranstaltet die Pride Night in Berlin.

Am Samstag startet der Berliner CSD. Pünktlich zu diesem wichtigen Event für alle Queers, veranstaltete YouTube die Pride Night im Youtube Space.

Eingeladen waren Künstler, die sich mit queeren Themen auf der Onlineplattform befassen. Aber auch Künstler, die einfach selbst homosexuell sind, sowie „manniac“. Auf manniacs Kanal gibt es gezeichnete Erklärvideos, Cartoons und Comedy zu sehen. Er hat mehr als 24 Millionen Views zu verbuchen. Im Rahmen der Pride Night hat manniac für NOIZZ einige Fragen beantwortet.

NOIZZ: Sind LGBT-Themen Inhalte deiner Arbeit auf YouTube?

manniac: „Meistens eigentlich nicht. Es spielt zwar eine Rolle – dann ist es aber ein Teil dessen, was ich mache, aber nie das Hauptthema. Wenn ich aber doch über das Thema spreche, wie z.B. über ein Coming-out, dann liegt der Fokus natürlich voll darauf.”

Wann hast du dich geoutet?

„Ich habe mich mit 18 Jahren geoutet. Erst vor meinen Eltern und bei meinen Klassenkameraden. Mein Ziel war es, gemeinsam mit anderen einen Artikel in der Schülerzeitung zu schreiben, für den es notwendig war, dass ich mich oute. Ich hatte mich alleine gefühlt mit dem Thema in der Schule und dachte: ‘Anderen geht’s bestimmt auch so.‘ Und deshalb wollte ich den ersten Schritt wagen. Allerdings habe ich den Artikel anonym veröffentlicht – mehr habe ich mich damals noch nicht getraut.”

Findest du den CSD noch wichtig und gehst du selbst hin?

„Meistens gehe ich hin – außer es ist extrem schlechtes Wetter. Es ist natürlich super wichtig, wobei mit der Ehe für alle das wichtigste Thema jetzt vom Tisch ist. Aber dafür gibt es noch viele weitere Themen, für die es sich lohnt auf die Straße zu gehen – zum Beispiel die Rechte für die LGBTQ-Community in anderen Ländern. Ich wünschte mir nur, sie hätten bessere Musik, zumindest hier in Berlin.”

Wie ist deine Meinung zur Ehe für alle?

„Grundsätzlich finde ich es super, dass jetzt auch Leute des gleichen Geschlechts heiraten können. Der Begriff ist aber ein bisschen komisch: es können ja nicht plötzlich drei Leute heiraten. Aber um ehrlich zu sein: Ich wüsste aber nicht, ob ich jetzt heiraten würde, wenn ich in einer Beziehung wäre.”

Was sollte YouTube im Bereich LGBT noch verbessern?

„Der „Restricted Mode” (Anm. d. Red.: Youtube hat Themen mit LGBT-Inhalt willkürlich gefiltert und geblockt. Das Unterhmen hat dies als technischen Fehler eingeräumt) ist eine merkwürdige Sache gewesen, aber das ist ja mittlerweile geklärt. Dennoch finde ich es schade, dass die Monetarisierungsmöglichkeiten bei allem, was mit dem Thema ‘Sex’ zu tun hat, nicht vorhanden sind.”

Quelle: Noizz.de