Es wurden deshalb bereits LGBTI-Aktivist*innen attackiert.

Schwulenhass Level 3.000 – in Mexiko gibt es gerade viel Streit um ein Kunstwerk, das einen mexikanischen Nationhalhelden angeblich schwul darstellt. Sogar der Präsident des Landes, Andrés Manuel López Obrador, hat jetzt zur Versöhnung aufgerufen.

Das Gemälde, um das es geht, zeigt den Nationalhelden Emiliano Zapata (1879-1919) nackt auf einem Pferd mit hochhackigen Schuhen. Laut dem Präsidenten sei das Werk eine Hommage an den Revolutionär. "Künstler haben alle Freiheiten und es darf keine Zensur geben", sagte der Staatschef. Hier ist es:

Das umstrittene Kunstwerk
Foto: / Eduardo Verdugo / dpa

Am Dienstag hatten Bauernorganisationen aus der Heimatregion Zapatas den Eingang des Palastes der Schönen Künste in der Hauptstadt Mexiko-Stadt blockiert. Sie forderten, dass das Gemälde des Künstlers Fabián Chairez abgehängt wird. Das Bild verunglimpfe den "Caudillo des Südens" und stelle den Revolutionärsgeneral als homosexuell dar. Bei den Protesten kam es Medienberichten zufolge auch zu Angriffen auf LGBTI-Aktivist*innen.

López Obrador verurteilte die aggressiven Proteste gegen das Bild, bat aber zugleich das Kulturministerium, sich darum zu kümmern, dass beide Seiten mit einander ins Gespräch kommen. Das Gemälde, das im Rahmen der Ausstellung "Zapata nach Zapata" ausgestellt wird, hatte in den letzten Tagen eine intensive Debatte um Homophobie ausgelöst. Zapatas Enkel Jorge Zapata hatte angekündigt, Chairez zu verklagen.

[Text: Zusammen mit dpa]

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Quelle: Noizz.de