Die Dating-App Grindr hatte Anfang Juni angekündigt, ihren "Ethnizitätsfilter" als Zeichen der Solidarität mit der "Black Lives Matter"-Bewegung zu entfernen. Das ist bisher immer noch nicht geschehen – trotz mehrerer Updates.

Eigentlich sollte er längst gelöscht sein: Der umstrittene "Ethnizitätsfilter" auf Grindr. Über den können Männer ihr Love (oder Sex) Interests auf der Plattform nach weiß, Schwarz, Latino, Native American, "Asian" oder "Middle Eastern" selektieren – eine Auswahl, die in der Vergangenheit immer wieder von Usern als rassistisch bezeichnet wurde.

Der Filter sollte verschwinden – warum ist das noch nicht passiert?

Das Unternehmen hatte den Filter bisher immer damit verteidigt, dass sich viele Grindr-Nutzer nun mal nur für Angehörige der eigenen Minderheit interessieren würden – so wäre es für sie einfacher, potenzielle Partner zu finden.

Im Zuge der weltweiten, anhaltenden "Black Lives Matter"-Proteste sollte diese Form des Selektierens nun eigentlich ein Ende haben: Auf Twitter hatte Grindr angekündigt, den Filter aus Solidarität mit der Bewegung mit dem nächsten Update löschen zu wollen.

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Doch, große Enttäuschung: Da ist bisher nicht passiert – und das, obwohl das Unternehmen mittlerweile mehrere Updates für die App herausgebracht hat.

War die ganze Ankündigung also nur ein leeres Versprechen oder ein gezielter Versuch, das eigene Image ein bisschen aufzupolieren, indem man auf den Solidaritätszug aufspringt? Anscheinend, denn sonst wäre ja längst etwas passiert. Ob Grindr den Filter vielleicht doch noch zu einem späteren Zeitpunkt löscht? Wir warten.

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Quelle: Noizz.de