Auch Frauen, die abgetrieben haben, sollen dran glauben.  

Alabama bekleckert sich gerade nicht mit Ruhm. Mark Chambers, Bürgermeister der Stadt Carbon Hill in besagtem Bundesstaat, postete kürzlich ein Statement auf Facebook, in dem er behauptet, dass queere und transsexuelle Menschen und Frauen, die eine Abtreibung hatten, "ausgerottet" gehören.

Darin sehe er die einzige Möglichkeit, die Welt vor dem Bösen zu bewahren. Das Posting auf Facebook löschte Chambers inzwischen.

Laut "Slate" soll er darin geschrieben haben: "Wir leben in einer Gesellschaft, in der Homosexuelle uns über Moral belehren, Transvestiten [Anm. d. Red.: Hier scheint Chambers Transsexuelle zu meinen] über menschliche Biologie und Anti-Baby-Pillen über Menschenrechte. Linke erzählen uns etwas über Ökonomie."

Unter seinem Statement kommentiert ein Facebook-Freund Chambers. "Indem man einer Minderheit mehr Rechte gibt als der Mehrheit. Ich hasse es, daran zu denken, in was für einem Land meine Enkelkinder leben werden, wenn wir nichts ändern. Ich denke, das wird eine Revolution benötigen."

Daraufhin Chambers: "Der einzige Weg, das zu ändern, ist, das Problem auszurotten. Ich weiß, es is schlimm, sowas zu sagen, aber ohne sie auszurotten, können wir das Problem nicht lösen."

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Nachdem das Posting gelöscht wurde, bestritt Chambers, den Beitrag selbst verfasst zu haben, gestand aber ein, ihn autorisiert zu haben. Sein Kommentar werde nun aus dem Kontext gerissen. Er habe nie etwas Derartiges gesagt. Es ginge ihm um den Fall einer Revolution. Dann wäre es sehr wohl nötig, die queere Community auszurotten. Außerdem dachte er, es hätte sich um eine private und keine öffentliche Unterhaltung gehandelt.

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Erst Mitte Mai wurde in Alabama verabschiedet, dass Frauen nicht mehr abtreiben dürfen. Weiter werden queere und Trans-Menschen immer häufiger angefeindet.

god

Quelle: NOIZZ-Redaktion