Alles fing an vor anderthalb Jahren in einem Keller in London.

Dass sich Down-Syndrom und Drag nicht ausschließen, das zeigen die Queens und Kings von "Drag Syndrome". Die Künstler haben das Kollektiv vor eineinhalb Jahren in einem Keller in London gestartet – jetzt sind sie auf Welttournee. Nach ihrer Headline-Show in Bologna kommen Wales, Mexiko, New York und Chicago als nächstes, erzählt Daniel Vais, der Gründer des Kollektivs in einem Gespräch mit "Dazed".

Über ihre Shows sagt Vais: "Es ist ein sehr interessantes menschliches Treffen, eine Erinnerung daran, dass Kunst sehr mächtig ist, dass Kunst und Kultur sehr wichtig sind. Menschen mit Down-Syndrom bringen das Herz in die Kunst. Es fordert eine Gesellschaft von Menschen ohne Down-Syndrom auf, sich an das Herz zu erinnern."

Aber Drag Syndrome wollen nicht nur zum Nachdenken anregen, sie wollen die Drag-Szene diverser machen und vor allem eines: gute Performances abliefern. "Drag Syndrome ist großartig, es sind phänomenale Künstler. Wir konzentrieren uns auf Qualität", so Vais.

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Entstanden ist die Gruppe eher zufällig: Bei einem Auftritt von Vais' Tanzkompanie "Culture Device" in einem Venue, in dem auch Drag-Queens performten, fangen seine Kollegen Feuer und Flamme für die queere Kunstform: "Sie sagten, dass [Drag] etwas sei, was sie wirklich machen wollen. Also habe ich mir auf der Stelle den Titel Drag Syndrome ausgedacht, und wir haben alle gekichert." Seitdem begeistern sie Menschen weltweit mit ihrer Kunst, im vergangenen September auch in Berlin.

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Quelle: Noizz.de