Nachdem Ruby Rose verkündet hat, die TV-Serie "Batwoman" zu verlassen, wird verzweifelt nach Lösungen gesucht – denn die lesbische Hauptrolle soll nicht einfach sterben, wie das sonst oft üblich ist.

Ruby Rose war die erste homosexuelle Schauspielerin, die eine TV-Superheldin spielt – doch im Mai hat die Australierin überraschenderweise verkündigt, dass sie nicht weiter an "Batwoman" mitwirken wolle. Doof für das zuständige Studio Warner Bros. und den Fernsehsender CW, denn die hatten schon Anfang des Jahres die zweite Staffel für 2021 angekündigt.

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Schauspielerin Ruby Rose

Wie geht man mit dem plötzlichen Abgang um?

Eine Herausforderung für die Drehbuchschreiber*innen: Denn die sind bisher noch unsicher, wie sie den plötzlichen Abgang von Kate Kane, der Figur, die Ruby Rose verkörperte, erklären sollen. Einfach neu besetzen will man die Rolle nicht. Sterben soll Kane aber auch nicht, wie Caroline Dries, die Showrunnerin der Superheldinnenserie, jetzt den Fans der Serie versicherte.

Den Tod einer Figur einfach ins Drehbuch zu schreiben, ist eine weitverbreitete Praktik in Fernsehserien, wenn Schauspieler*innen überraschend aussteigen: Die neuen Staffeln fangen dann meist einfach damit an, dass die Person in der Zwischenzeit verstorben sei. Besonders oft tritt diese Praktik leider queere Charaktere: "Bury your gays"( Begrabe deine Homosexuellen") nennt man es, wenn in Filmen und Serien insbesondere lesbische und bisexuelle weibliche Charaktere – oft gerade nachdem sie in irgendeiner Weise glücklich mit ihrem Leben sind – unter tragischen Umständen umkommen.

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"Batwoman" soll nicht am "Lesbian Death Syndrome" sterben

Diese queerphobe Taktik wird auch als "Lesbian Death Syndrome" (Lesbisches Todessyndrom) bezeichnet und ist, laut der Platform "LGBTQ Nation" sowohl das Ergebnis faulen Schreibens – als auch der seltsamen Überzeugung, dass queere Menschen einfach "zu gut für diese Welt" seinen – und daher wäre es wohl einfach leichter, sie eines tragischen Todes sterben zu lassen, als anderweitig aus der Serie herauszuschreiben.

"Als lesbische Frau, die seit fünfzehn Jahren als Drehbuchautorin arbeitet, ist mir das Phänomen durchaus bewusst," erklärte Dries. Sie selbst hätte keine Lust, Teil dieser Narrative zu sein – denn genau wie die Fans liebe sie Kate Kane. Sie würde sie niemals einfach auslöschen – auch, weil LGBTQ-Rechte das Herzstück der Show seien. Das mysteriöse Verschwinden von Kate würde deshalb wahrscheinlich eines der größten Geheimnisse der zweiten Staffel werden.

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Statt Kate also einfach im Drehbuch zu töten oder die Hauptfigur neu zu besetzen, wird jetzt daran gearbeitet, einen neuen Lead-Charakter zu entwickeln. Bisher heißt dieser Ryan Wilder – ob es eine komplett neue Rolle oder nur der Codename für einen anderen Charakter aus der Comic-Serie ist, ist noch nicht bekannt.

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  • Quelle:
  • Noizz.de