Schön ist anders.

Habt ihr euch auch schon einmal gefragt, was genau passiert, wenn eine Million Menschen im Netz an einem Bild arbeiten? Genau das machte jetzt ein Online-Kunstprojekt. Auf Reddit haben in drei Tagen die User 16 Millionen Pixel aneinandergereiht. Die einzieg Regel: Pro fünf Minuten durften sie nur ein Pixel platzieren.

Mehr als eine Million Nutzer haben eine digitale Leinwand bemalt. Das Endergebnis: eine Collage mit allerhand Details. Flaggen-Fans genauso wie Pokémons oder anderen ikonischen Kram. Na ja, schön ist irgendwie anders.

Aber erkennt ihr alle Anspielungen?

Im Anschluss daran werteten Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts das Sozialexperiment aus. Krass, das Ganze hatte einen wissenschaftlichen Hintergrund. Denn: Bei dem Experiment zeigten sich natürlich verschiedene Gruppendynamiken. Und die hat sich das Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte etwas genauer angeschaut.

Je länger das Projekt dauerte, desto strukturierter wurde das Projekt. Am Anfang gab es viele kleine Einzelmotive, später arbeiteten einzelne Gruppen an größeren Motiven. Jedoch schaffte es nie eine Motiv-Gruppe die Überhand zu gewinnen, so die Studie.

Als der Platz für neue Motive knapp wurde, haben einige gruppen mit Taktiken angefangen ihre Motive zu verteidigen. Laut Forschern bestätige dass die Theorie, dass kultureller Wandel ähnlich funktioniere wie biologische Anpassung.

Mit begrenztem Platz und Ressourcen bilden die Kunstwerke eine Art stabiles Ökosystem, so die Forscher. Und in dem würden sich am ehesten die durchsetzen, die am erfolgreichsten zusammenarbeiten würden. Wieder was gelernt. Trotzdem bleibt das Bild irgendwie uncool.

Quelle: Noizz.de