Warum koreanische Tätowierer auf Instagram protestieren

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Mit der Kampagne „Does this look illegal?“ kämpfen Künstler für die Legalisierung Foto: 1seol1_talisman / Instagram

Unter dem Motto „Does this look illegal?“ gibt es gerade eine kleine Revolution.

Mittlerweile gehören Tattoos zum absoluten Alltag in Deutschland. Auf fast jedem Körper prangert mindestens eine kleine Tätowierung und Tattoo Artists sind so berühmt wie Promis. In Südkorea sieht das leider noch ganz anders aus. Denn dort ist es zwar erlaubt, ein Tattoo zu haben, allerdings ist das Tätowieren selbst gesetzlich verboten.

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Koreanische Tätowierer wehren sich jetzt gegen das Verbot und teilen auf Instagram stolz ihre Arbeit – dafür nehmen sie Geldstrafen, die Schließung ihrer Läden und sogar Haftstrafen in Kauf. Mit ergreifenden Geschichten über ihre Kunden und ihre Kunst kämpfen Artists wie Dogko so für die Legalisierung.

Seit 1992 dürfen nur Menschen mit einer medizinischen Ausbildung legal tätowieren, eine Vorgabe, die nicht leicht zu erfüllen ist. Wer also nur eine traditionelle Ausbildung als Tätowierer hat, macht sich mit jedem Stich strafbar. Laut „Dazed“ ist Südkorea das einzige Land von 193 UN-Staaten, das die Körperkunst weiterhin unter Strafe stellt.

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In vielen Ländern Asiens sind Tattoos zwar nicht komplett verboten, aber zumindest in öffentlichen Schwimmbädern, so etwa in Japan. In muslimischen Ländern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten sind die permanenten Verzierungen des Körpers dagegen aus religiösen Gründen verpönt.

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Quelle: Noizz.de