Banksys Identität bleibt – natürlich – weiter geheim.

"Ich habe eine maßgeschneiderte, stichsichere Weste gemacht und dachte: Wer könnte die wohl tragen? Stormzy in Glastonbury", schrieb der britische Street-Art-Gott auf Instagram und veröffentlichte dazu ein Bild des britischen Grime-Rappers. Dieser rasierte nämlich mit seinem gehypten Auftritt bei dem Banger-Festival am vergangenen Wochenende.

Wer hinter Banksy eigentlich steckt, ist unklar: Er hält seine Identität geheim. Berühmt wurde der Street-Art-Künstler durch seine gesellschaftskritischen Motive, die plötzlich irgendwo auftauchen. Dazu gehört zum Beispiel jener Autonome, der mit Blumen, statt mit Steinen wirft oder das Spielzeugboot mit Geflüchteten. Außer mit diesen Schablonenmotiven und Figuren schockiert Banksy auch gerne mit verrückten Aktionen und Kunststreichen – so wie mit seinem live geschredderten Gemälde.

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Die Message der Weste könnte ein Protest Banksys gegen die vielen Gewalttaten mit Messern in Großbritannien und gegen die Kürzungen der Geldinvestitionen im Polizeibereich stecken, vermuteten britische Medien.

Der britische Rapper Stormzy ("Gang Signs & Prayer") trug die schwarz-weiße Weste mit Flaggendruck seinem Heimatlandes auf dem Glastonbury-Festival, einem der weltweit größten Musikfestivals im Südwesten Englands.

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Der 25-Jährige gab am Wochenende in sozialen Medien an, nichts von der Herkunft seiner Weste mit der britischen Fahne gewusst zu haben. Er sei sprachlos, schrieb Stormzy. Banksy sei für ihn der "größte lebende Künstler auf dem Planeten Erde".

Der mehrfach für seine Musik ausgezeichnete Stormzy war am Freitagabend (28. Juni 2019) aufgetreten – als erster schwarzer Solokünstler als Haupt-Act in der 49-jährigen Geschichte des Festivals. Es sei die größte Nacht seines Lebens gewesen, sagte der Künstler.

[Text: Zusammen mit dpa]

Quelle: Noizz.de