Live by Night“ kommt zwar am Donnerstag in die Kinos, laut den Kritiken kannst du ihn dir aber sparen. Wir verraten dir, was du stattdessen anschauen solltest.

Natürlich lässt es sich Ben Affleck auch diesmal nicht nehmen, die Hauptrolle in seinem eigenen Streifen zu spielen – wie vorher schon in „Argo“ und „The Town“. Dass seine Qualität als Schauspieler dabei immer weit hinter seiner Qualität als Regisseur hinterherhinkt, geschenkt!

Kurz zusammengefasst geht es in „Live by Night“ um Bostoner Gangster während der Alkohol-Prohibition in den 1920er Jahren. Affleck spielt darin den Veteranen Joe Coughlin, der vom rechten Weg abkommt und Alkoholschmuggler wird.

Im Vergleich zu Afflecks vorherigen Regiearbeiten kann sein neues Film-Baby die Kritiker nicht wirklich überzeugen. So nennt die New York Times den Film schlampig und unfokussiert. Wahrscheinlich auch, weil es für den Film einfach zu viele zu gute Vorbilder gibt, die Afflecks Film locker in die Tasche stecken.

Hier sind vier Werke, die ihr stattdessen gucken könnt:

Es war einmal in Amerika (1984)

Für Sergio Leones Gangster-Epos braucht es ordentlich Durchhaltevermögen: Die europäische Kinofassung ist fast vier Stunden lang. Dafür begleitet der Klassiker eine Bande von New Yorkern Gangstern auch über knapp 50 Jahre.

Wie in „Live by Night“ geht es unter anderem um die 1920er, die Prohibition und das Gangsterleben – nur mit mehr Klasse, großartiger Filmmusik von Ennio Morricone und starken Darstellern wie Robert De Niro und Joe Pesci.

Für Fans von Gangsterfilmen, die nicht genug bekommen vom Duo De Niro/Pesci, noch DVDs gucken, anstatt zu streamen, auf Überlänge stehen

Boardwalk Empire (5 Staffeln von 2010 bis 2014)

Let’s go to Atlantic City, Baby! Die HBO-Serie „Boardwalk Empire“ spielt im Las Vegas der US-Ostküste und dreht sich um den korrupten Politiker Nucky Thompson. Der verdient sich in den 1920ern durch illegalen Verkauf von Alkohol eine goldene Nase.

Steve Buscemi gibt dem Gentleman-Gangster Thompson so viel Tiefgang, dass die Serie sich allein schon wegen seiner Darstellung lohnt. Dazu gibt es eine tolle Ausstattung, viel nackte (Frauen-)Haut, Mord und Totschlag und vor allem in den ersten drei Staffeln beste Serienunterhaltung.

Für Fans von Gangsterfilmen, die zu Serienjunkies geworden sind, bei vielen Charakteren und Beziehungsgeflechten den Durchblick behalten, Martin Scorsese als Serien-Produzent erleben wollen

Manche mögen’s heiß (1959)

Passt auf den ersten Blick so gar nicht in diese Liste, ist aber eine grandiose Gangster-Parodie. Denn auch diese Komödie von Billy Wilder spielt zur Zeit der Prohibition in den 1920ern. Weil die Musiker Joe und Jerry einen Mafia-Mord beobachten, mischen sich die beiden verkleidet als Frauen und spielen in einer Mädchen-Band.

Wilders Film mit einer völlig verstrahlten Marilyn Monroe sowie Tony Curtis und Jack Lemon in Frauenklamotten gilt in den USA als die beste Komödie aller Zeiten. Auch weil Darsteller wie George Raft, bekannt für seine Gangster-Rollen, sich selbst auf die Schippe nehmen.

Für Fans von Gangsterfilmen, die sich und ihr Lieblingsgenre nicht allzu ernst nehmen, Marilyn Monroe in Bestform erleben wollen, ständig schlüpfrige Sprüche klopfen

Quelle: Noizz.de