Das Thema sollte kein Tabu sein.

Der Paragraph 218 des deutschen Strafgesetzbuches besagt seit 1972, dass Frauen in der Bundesrepublik Deutschland legal und auf eigenen Wunsch bis zur zwölften Woche einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen dürfen.

Trotzdem ist das Thema Abtreibung in Deutschland noch immer ein sensibles – das Land ist gespalten bei der Frage, ob Abtreibungen erlaubt sein sollten oder nicht.

Die zweifache Mutter Esther Mauersberger hat sich nach einer ungewollten dritten Schwangerschaft für eine Abtreibung entschieden. Auf ihrem Instagram-Profil hat Mauersberger den Prozess festgehalten – mit ästhetischen Bildern.

Am Ende schreibt sie: „Ich bin müde, ich bin schlapp. Aber ich fühle mich so leicht. Und das stand nirgendwo. Deshalb sag ich es – ich habe gelächelt. Ich habe mich stark gefühlt. Und riesig erleichtert. Ich habe eine Entscheidung gefällt und wurde fortwährend infrage gestellt. Da könnte man meinen, weder seit Freuds Hysterie, noch seit den 70ern sei etwas passiert.“

Esther Mauersbergers Entscheidung, die Abtreibung zu Hause und mit Medikamenten durchzuführen, ist mutig – aber nicht verboten. Mit dem Präparat Mifegyne, das Mifepriston enthält, hemmt sie die Wirkung des Progesterons, das für die Erhaltung einer Schwangerschaft erforderlich ist. Außerdem wird der Bebärmutterhals durch das Medikament geöffnet. Diese Vorgehensweise ist in Deutschland bis zum 63. Tag nach dem letzten Tag der Regelblutung erlaubt.

Quelle: refinery29.de