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Und bestätigt dabei en passant ihr Ende.

Die Graffiti-Crew „Berlin Kidz“ geistert schon seit 2011 an den Häuserwänden der Hauptstadt herum. Seitdem hat sie sich mit waghalsigen Sprüngen vom fahrenden Zug in den Landwehrkanal und dem herabseilen von Kirchentürmen als Kollektiv der toughsten Sprüher der Stadt bewiesen. Die Botschaft lautet: Freiheit. Und die versucht die Crew mit seinen Kunstwerken und Aktionen zu verbreiten.

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Nun hat das ARTE-Format „Tracks“, das regelmäßig Subkulturen beleuchtet, ein einzigartiges Interview mit Crew-Leader „Paradox“ veröffentlicht. In dem Video tritt der Rädelsführer, wie alle Kidz-Mitglieder in der Öffentlichkeit, mit Maske auf. Seine Stimme ist verzerrt, und eine Moderatorin aus dem Off bestätigt die Trennung der legendären Crew.

Für Paradox ist Graffiti mehr, als nur etwas an die Wand zu schreiben. Für ihn ist es etwas Sozialkritisches. Er vergleicht das Sprayen mit der Musik: „Es gibt Leute, die rappen über Probleme. Ein anderer rappt nur über seine Uhren. Berlin Kidz ist genau das Gegenteil von so einem Blödsinn. Wir malen für Realness, nicht für irgend ‘so eine Scheiße.“

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Mit seiner Crew ist Paradox laut ARTE schon auf „Hunderten von Dachböden“ eingebrochen. Seitdem er 16 ist, knackt er Schlösser. Nun soll damit erst mal Schluss sein. „Ich muss irgendwann raus aus dieser Illegalität. Das kann man nicht ewig machen.“ Paradox will Ruhe in sein Leben einkehren lassen. Deswegen konzentriert er sich jetzt mehr auf seine Kunst als auf das Sprayen.

Damit startet Paradox alleine durch. Er arbeitet momentan an einer Einzelausstellung der Kidz-Werke der vergangenen sieben Jahre. Die „Berlin Kidz“ gibt es demnach vorerst nicht mehr. Damit geht eine Ära zu Ende.

>> Dieses Video von den „Berlin Kidz“ hat uns die Trennung schon erahnen lassen

  • Quelle:
  • Noizz.de