Der Film rekonstruiert den Doppelanschlag am 22. Juli 2011.

Damals zündete der rechtsextreme Norweger Anders Behring Breivik eine Autobombe in Oslos Stadtzentrum vor dem Bürokomplex des Ministerpräsidenten. Acht Menschen wurden getötet, zehn weitere verletzt.

Zwei Stunden später erschoss der Attentäter bei seinem Amoklauf auf der Insel Utøya 69 Menschen, 32 von ihnen waren unter 18 Jahren. 560 Jugendliche befanden sich zu dem Zeitpunkt auf der Insel in einem Sommercamp der Jugendorganisation der sozialdemokratischen Arbeiterpartei.

Der Film „22. Juli“ zeigt eine faktengetreue Chronik des Massakers, geht auf die Vorbereitung und Ausführung der Anschläge ein, die Einsätze und Arbeit der Polizei, die Gefangennahme des Attentäters und sein Verhör, das Leiden der Opfer und deren Eltern, sowie Prozess und Urteil.

Der Regisseur Paul Greengrass hat schon andere Filme über Ausnahmezustände gedreht, unter anderem „Flug 93“ über die vierte entführte Maschine des 11. September und „Captain Phillips“ über die Besetzung eines Frachters durch moderne Piraten.

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In „22 July“ wählt Greengrass mehrere Perspektiven, vor allem die eines Überlebenden namens Vilja, der sein Trauma überwinden und sich dem Attentäter vor Gericht stellen will.

Besetzt wurde der Cast mit norwegischen Schauspielern.

Der Netflix-Film wird ab 10. Oktober auf der Streaming-Plattform zu sehen sein.

Quelle: Noizz.de