Der Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg jagt Nacktwerbung!

Mit einer Broschüre der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten ruft der Bezirk zur einer großen Beschwerde-Kampagne auf!

„Sie haben gerade mit Ihrer sexistischen, diskriminierenden und frauenfeindlichen Werbung eine Kundin verloren“, steht auf Postkarten des Amtes. Sie soll direkt an Firmen geschickt werden, deren Werbung der Betrachter als anstößig empfindet.

Die ganze Kampagne beruht auf der Idee der Berliner Bezirksbürgemeisterin Monika Herrmann (Grüne). Sie fühlt sich schon länger von sexistischer und frauendiskriminierender Werbung verärgert.

Also kam sie auf die Idee eine Postkarte zu erstellen, die man gleich an die betreffenden Firmen schicken kann und dazu eine Infobroschüre, die erklärt, was sexistisch oder frauenverachtend ist.

Auch in anderen Städten, wie hier in Bremen, gibt es ähnliche Kampagnen Foto: dpa picture alliance

Herrmann schreibt im Grußwort: „Die Werbung suggeriert eine Botschaft, dass alle Frauen käuflich sind, wie das Produkt, für das mit ihnen geworben wird.“ Außerdem enthält die Broschüre einen Muster-Beschwerdebrief, die Anschriften der Außenwerber und des Deutschen Werberates.

NOIZZ meint: Starkes Zeichen für die Frauen- und Gleichstellungsbewegung – das hätte schon lange passieren können. Aber: Mit Steuergeldern finanzierte Broschüren und Postkarten auszugeben, ist irgendwie ein bisschen zu viel des Guten! Ein Onlineformular wäre günstiger und spart auch noch Papier.

Quelle: Noizz.de