Es stammt von 1981.

Die erste offen transidente Parlamentarierin in Deutschland, Tessa Ganserer, fordert die Abschaffung des fast 40 Jahre alten Transsexuellengesetzes. Dieses sei entwürdigend und sehe Transmenschen nicht als vollwertige und mündige Bürger an, sagte die Grünenpolitikerin der Deutschen Presse-Agentur. "Ich finde, kein Mensch, kein Staat und erst recht kein Richter hat das Recht, über das Geschlecht eines anderen Menschen zu bestimmen."

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Transidente und Transsexuelle fühlen sich ihrem biologischen Geschlecht nicht zugehörig. Wie viele Transmenschen in Deutschland leben, ist schwer zu sagen. Die Bundesregierung geht bis zum Jahr 2011 von mehr als 7000 aus. Die Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität schätzt die Zahl transidenter Menschen in Deutschland auf 210.000 bis 500.000. Das entspräche rund 0,3 bis 0,6 Prozent der Bevölkerung.

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Das Transsexuellengesetz von 1981 regelt, unter welchen Voraussetzungen Betroffene ihren Vornamen und ihr Geschlecht offiziell ändern können. Inzwischen gilt es als dringend überholbedürftig, das Bundesverfassungsgericht hatte immer wieder Regelungen für verfassungswidrig erklärt. Im vergangen Sommer wollte die Bundesregierung das Gesetz reformieren. Nach massiver Kritik von Verbänden an einem Entwurf dazu, ist unklar, wie es weitergeht.

pbl/dpa

Quelle: Noizz.de