Einem neuen Bericht zufolge verbieten 14 Länder trans* Identitäten. Aber das sei nur die "Spitze des Eisbergs".

Die Rechtslage von trans* Menschen hat sich seit 2017 in "jeder Region der Welt" verschlechtert, erklärt ein neuer Bericht der International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association (ILGA).

Die Forscher des "Trans Legal Mapping Report" analysierten die Gesetzeslage in verschiedenen Ländern in Bezug auf die Rechte von trans* Menschen. Dabei stellten sie fest, dass es in 14 Ländern – Malaysia, Malawi, Indonesien, Gambia, Brunei, Jordanien, Kuwait, Libanon, Oman, Südsudan, Tonga, Nigeria und den Vereinigten Arabischen Emiraten – Verbote gegen das Tragen von Klamotten, die nicht mit dem eigenen Geschlecht übereinstimmen, gibt. In Iran gibt es ein ähnliches Verbot, was eher "vage formuliert" ist, aber schlimme Konsequenzen mit sich zieht.

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die Trans*-Pride-Flagge (Symbolbild)

"Cross-Dressing"-Verbote sind nur "die Spitze des Eisbergs"

Dies sei aber nur "die Spitze des Eisbergs", erklärt der Bericht. Länder mit sogenannten "Cross Dressing"-Gesetzen haben meistens kein explizites Verbot gegen trans* Identitäten, bieten aber auch keine gesetzliche Anerkennung für trans* Menschen an. Außerdem würden viele Staaten gesetzliche Verbote gegen Drogen, Störung der öffentlichen Ordnung, Sexarbeit und gleichgeschlechtlichen Sex benutzen, um trans* Menschen de facto zu kriminalisieren. Rechtsschutz für trans* Menschen gibt es in den meisten Ländern auch nicht.

USA, Großbritannien und Co.: In einigen Ländern hat sich die Lage für trans* Menschen verschlimmert

Mancherorts ist die Situation für non-binäre und trans* Menschen besser geworden, zum Beispiel in Australien, Chile, Kolumbien, Costa Rica, Kanada und Pakistan. Insgesamt sei aber, im Vergleich zu Forschungsergebnissen der ILGA aus 2016 und 2017, ein "Rückschritt" in "jeder Region der Welt" festzustellen.

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In Ländern wie Guatemala, Ungarn, der Mongolei, Neuseeland, Großbritannien und Uruguay ist die Lage gleich geblieben oder hat sich verschlechtert. Auch die USA stehen auf der Liste. Obwohl es in den Vereinigten Staaten teilweise Fortschritte gab, wie zum Beispiel bei der Anerkennung von non-binären Menschen auf offiziellen Dokumenten, hätte die "derzeitige Administration" nach Angaben des Berichts "unerbittlich" daran gearbeitet, den Rechtsschutz von trans* Menschen im Bereich Erziehung, Arbeit und Krankenversicherung rückgängig zu machen.

  • Quelle:
  • Noizz.de