Von britischen Medien hat Eunice S. den Titel der "sadistischsten Mutter Großbritanniens" erhalten. Denn fast 20 Jahre lang hat die heute 76-Jährige ihre Pflegekinder auf grausamste Weise gefoltert. Nach dem Tod seiner Pflegeschwester bricht jetzt ein Pflegesohn das Schweigen.

Caleb B. war 13 Jahre alt, als seine Pflegemutter Eunice S. von der Polizei im Jahr 2005 aus ihrem vollkommen vermüllten Zuhause abgeführt wurde. Damals hatte er keine Ahnung über die grausamsten Taten der heute 76-jährigen "sadistischsten Mutter Großbritanniens" ("The Sun") – denn ihm blieb die Folter auf wundersame Weise erspart. Die Pflegegeschwister von Caleb B. wurden dagegen fast zwanzig Jahre lang auf übelste Weise von Eunice S. misshandelt, gedemütigt und gefoltert.

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Eunice S. hat einige ihrer Pflegekinder unter anderem dazu gezwungen, die eigenen Exkremente und Erbrochenes zu essen. Und dabei blieb es nicht: Die "sadistischsten Mutter Großbritanniens" hat den Kindern auch Stöcke in die Kehle gerammt; die Gesichter der Kinder mit Sandpapier abgerieben, bis sie bluteten; sie wochenlang nackt eingesperrt und gezwungen, Bleichmittel zu trinken. Die Pflegegeschwister wurden mit heißen Schürhaken, Macheten und Kricketschlägern geschlagen und ihre Köpfe unter Wasser gehalten.

Die Folter hörte erst auf, als Pflegetochter Victoria S. es mit 17 Jahren schaffte, zu entkommen und die Polizei zu alarmieren. Eunice S. wurde schließlich im April 2007 in Gloucestershire für ihre Taten zwischen 1986 und 2005 wegen Kindesmissbrauchs in 26 Anklagepunkten zu 14 Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von umgerechnet etwa 88.000 Euro verurteilt. Die Strafe wurde nach eingelegter Berufung auf 12 Jahre reduziert. Seit 2014 ist die "sadistischste Mutter Großbritanniens" wieder auf freiem Fuß.

Caleb erfuhr erst durch die Autobiografie seines großen Bruders von der Folter

Zu Beginn des Monats ist Pflegetochter Victoria S. nun mit nur 32 Jahren verstorben. Wie "The Sun" berichtet, brach der heute 28-jährige Caleb G. deshalb nun zum ersten Mal sein Schweigen über das Leben mit Eunice S. Er habe gesehen, wie Eunice S. Kinder geschlagen habe, sei jedoch überzeugt davon gewesen, dass das "normal" sei. Von den schlimmsten Misshandlungen erfuhr Caleb erst Jahre später durch die Autobiografie seines großen Bruders. Der 28-Jährige glaubt, er sei von der Folter verschont geblieben, weil er damals so jung war, dass Eunice S. – eine Zeugin Jehovas – glaubte, ihn "formen" zu können.

Caleb durfte damals nicht zur Schule gehen, lernte erst nach seiner Rettung im Alter von 13 Jahren lesen und schreiben. Heute kämpft er gegen seine Depression und Alkoholabhängigkeit. Eunice S., habe er, so erzählte Caleb gegenüber "The Sun", zum letzten Mal kurz nach ihrer Verhaftung gesehen – und dabei soll es auch bleiben.

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aa

  • Quelle:
  • NOIZZ.de