„Dass mich Frauen doch so gar nicht interessieren, habe ich erst mit 16 gemerkt.”

Mit 13 Jahren dachte Andre, er sei bisexuell. Mehrere seiner Freunde waren damals offen an bisexuell, und auch er outete sich als jemand, der auf Mädchen UND Jungs steht. Die Outings seines Umfelds hätten ihm diesen Schritt vereinfacht, erklärt er.

Andre Teilzeit ist 22 und lebt in Münster. Sein YouTube-Channel hat 110 000 Abonnenten und die Videos drehen sich um Depressionen, Down-Phasen und Sozialphobie. Andre sieht sich selbst als Vlogger der LGBT-Szene.

Da Andre selbst homosexuell ist, redet er über persönliche Erfahrungen, zum Beispiel sein Coming-Out oder Homophobie. Er möchte Jugendliche aufklären und in den Videos Hilfe anbieten.

„Dass mich Frauen doch so gar nicht interessieren, habe ich erst mit 16 gemerkt”, sagt Andre Teilzeit. Erst sagte er es seinen Freundinnen und Freunden und seiner Familie. „Meine Mutter hat es schon geahnt“, sagt er.

„Meine Freunde waren zwischenzeitlich etwas distanziert, sowohl körperlich als auch emotional.” Andre glaubt, dass es für sie einen Unterschied gab zwischen bisexuell oder schwul. Mit der Zeit hätten sich aber auch diese Konflikte gelöst.

In der Schule zögerte er sein Coming-Out heraus. „Ich hatte Angst vor Mobbing in der Schule”, erinnert sich der Youtuber. Am meisten hatte er mit Vorurteilen zu kämpfen. Die Missverständnisse und Differenzen ist er mit offenen Gesprächen angegangen und hat auch hinter sich gelassen.

Außer bei zwei Freunden: Sie waren homophob - also feindlich gegenüber Homosexuellen. Sie sind nicht mehr seine Freunde. „Wem unsere Freundschaft nichts mehr bedeutet, weil ich nicht auf dasselbe Geschlecht stehe wie er, der war wahrscheinlich auch nie wirklich mein Freund.“

Quelle: Noizz.de