Schleimige Albträume sind da garantiert ...

Jedes Kind kennt den Mythos, dass Elefanten Angst vor Mäusen haben. Es ist ja auch zu komisch, diese grauen Giganten auf der einen Seite, die sich vor den kleinen Pellzknäulen fürchten.

Bei mir ist es ganz ähnlich, genau so abwegig, aber leider real. Ich bin 1,88 Meter groß, habe aber trotzdem tierische Angst vor: Nacktschnecken!

Guckt ganz unschuldig, stimmt aber nicht Foto: CC0 / pixabay.com

Zugegeben, ich bin sicherlich nicht der einzige, der diese kriechenden, schleimigen Kreaturen unsympathisch findet. Sie erfüllen keinen offensichtlichen Nutzen, sind hässlich und fressen Gärten an. Was ich für sie empfinde, geht aber weit über mangelnde Sympathie hinaus. Für mich sind sie das nackte Grauen.

Warum das so ist? Keine Ahnung! Wie soll ich sowas logisch erklären ... Vermutlich hat es etwas mit meinem alten Sandkasten zutun.

Als Kinder haben meine Schwester und ich gern im Sandkasten gespielt, den unsere Eltern extra für uns gebaut hatten. Das Problem war nur, dass diese Viecher es trotz Abdeckung hinein geschafft und dort wohl ihre Eier abgelegt hatten.

Sie sind einfach überall! Foto: CC0 / pixabay.com

Es gibt Schöneres für ein Kind, das enthusiastisch in den Sand fasst, weil es eine Sandburg kolossalen Außmaßes erschaffen will, als permanent diese glitschigen Monster auszubuddeln, ehrlich!

Dann noch im Waldkindergarten einmal barfuß auf eine an sich unschuldige Nacktschnecke getreten und die Saat der Angst war gesät. Natürlich war es eine von diesen dicken, die nicht wirklich lang sind und eher an einen Flummi erinnern.

Diese Szene in „Harry Potter und die Kammer des Schreckens”, in der Ron Weasly Schnecken spuckt, wurde zum Nährboden für immer wiederkehrende Alpträume.

In meinen Träumen bin ich auf einer großen Rasenfläche unterwegs, übersät von Nacktschnecken aller Größen und Formen, die sich zu widerlich schlängelnden und quirligen Nestern zusammenrotten. Schnecken-Gruppensex sozusagen.

Ekligste Vorstellung überhaupt Foto: CC0 / pixabay.com

Ich versuche dann um sie herumzumanövrieren, wie ein Artist, der auf einem Seil balanciert. Weil es aber so viele sind, gelingt das natürlich nicht.

Ich trete auf eine drauf, hebe den Fuß hoch und versuche, sie durch Hüpfen auf einem Bein wegzuschleudern. Dabei springe ich auf noch eine Schnecke drauf, rutsche aus und lande mitten in einem dieser Nester, kann aber nicht aufstehen. Die Viecher kriechen auf mich drauf, können sogar springen, schleimen alles zu, finden einen Weg in meinen Mund. Den Rest erspare ich euch.

Schnecke bereit zum Sprung? Foto: CC0 / pixabay.com

Wenn ich eine Nacktschnecke sehe, mache ich jedenfalls aus Prinzip einen weiten Bogen um sie – es sei denn, ich habe zufällig gerade eine Rosenschere in der Hand, was selten genug vorkommt. Dabei kommen dann wieder die Bilder aus meinen Träumen in mir hoch und ein kalter Schauer läuft über meinen Rücken.

Zum Glück wurde die Spezies der Spring-Nacktschnecke auf unserem Planeten noch nicht entdeckt, das ist tröstlich.

Aber ich bin sicher: Könnten Elefanten sprechen und wäre diese Mausgeschichte keine Fabel, gäbe es einige von ihnen, die uns gute Gründe nennen könnten, weshalb Angst vor Mäusen das normalste der Welt ist.

Quelle: Noizz.de