Bukkake hat nichts mit Fäkalien zu tun, Aftercare nichts mit dem Hinterteil – und im Restaurant solltest du Edamame nicht mit Intermammae verwechseln. Viele Sexbegriffe können zu Missverständnissen führen. Damit das keinem passiert, haben wir 21 genauer erklärt:

Du überwindest deinen Scham, teilst deinem Schatz deine Sexfantasien mit – aber er oder sie versteht einfach kein Wort? Auf "Ich würde gerne mal Bukkake ausprobieren", sagt die Liebste vielleicht "Klar, können wir mal backen!" Gemeint ist aber eine ziemlich krasse Sexpraktik, die sicher nicht jede Frau so super findet.

Innerhalb der Sexwelt gibt es so viele Begriffe, die einem meist nur zufällig bekannt sind. Muss man die einzelnen Fachwörter und jegliche Sexpraktiken kennen? Auf keinen Fall. Trotzdem ist es amüsant, sich ein wenig durch das pornöse Vokabular zu stöbern. Von "Uff geil, das will ich ausprobieren" zu "What the fuck": Wir haben 21 Begriffe rausgesucht, die deinen Sexhorizont (vermutlich) erweitern.

Zwei Typen, die sich gerade sexuell näher kommen oder vielleicht auch einfach nur freundschaftlich toben – wer weiß das schon?

21 Sex-Begriffe von A wie Aftercare zu V wie Vanilla

1. Aftercare: Aftercare bedeutet, sich um den Hintern kümmern aka Analsex? Nein, ganz falsch! Aftercare zielt darauf ab, sich nach dem Sex in den Arm zu nehmen, zu knuddeln, sich um den Partner oder die Partnerin zu kümmern. Vor allem nach hartem Sex soll so ein gutes Gefühl zwischen den Beteiligten geschaffen werden.

2. Anal Beads: Gemeint ist eine Art "langer Anal-Plug", an dessen Strang sich Kugeln befinden, die den Hinterausgang stimulieren soll. Das Teil kann mithilfe einer Schlaufe am Ende wieder rausgezogen werden. Schnelle Bewegungen, wie mit einem Dildo, sind aufgrund der Form eher schwierig – und zu vermeiden.

3. Bukkake: Wer hinter dem Begriff eine perverse Sex-Praktik mit Fäkalien vermutet, liegt falsch. Pervers ist Bukkake trotzdem. Bei dem Akt stehen mehrere Männer um eine Frau und versuchen, auf sie zu ejakulieren. Wohin richtet sich nach der jeweiligen Bukkake-Art: Brust, Arsch, Brille, Fuß.

4. Bellybuttonshot: An dieser Stelle ist mit "Shot" weder Pfeffi noch Jägermeister gemeint. Der Bellyshot bezeichnet den Samenerguss des Mannes auf den Bauchnebel. Treffsicher muss Mann sein!

5. Choker / Collar: Ein Choker ist ein Accessoire, das eng am Hals getragen wird. Ob das nun ein Stoff,- oder Gummiband ist, ist egal. "To choke" bedeutet so viel wie würgen. Deswegen wird der Choker häufig mit Sex in Verbindung gebracht. Ähnlich der Collar, abgeleitet vom lateinischen collare, welches das Halsband für Sklaven meint. Der Unterschied: Beim Choker gibt es viele Varianten, so auch Schmuck, die mit der BDSM-Szene eher wenig zu tun haben. Bei einem Collar hingegen kann man sich eigentlich sicher sein, ihn nur im Bett und nicht im Restaurant zu tragen.

6. Dogging: Dogging bezeichnet nicht die Praktik der Sexposition "Doggy". Der Begriff meint das Sehen und Gesehen werden, Sex in der Öffentlichkeit.

7. Furry Butt: Wenn sich dein Partner oder Partnerin einen "Furry But" wünscht, dann erwartet er/sie sich nicht, dass du deinen Po mit einer kuscheligen Pelzdecke bedeckst. Gemeint ist ein But-Plug, an dem ein Plüschschwanz hängt, ähnlich wie bei einem Fuchs oder anderen Tierarten.

8. Golden Shower / Natursekt: Golden Shower meint das Abspritzen, aber nicht mit Sperma, sondern mit Natursekt – einem hübschen Wort für Urin. Wichtig: "Squirting" hat damit nichts zu tun. Squirting bedeutet, dass die Frau abspritzt. Die weibliche Ejakulation enthält aber keinen Urin!

Symbolbild: Sex

9. Intermammae: Beim nächsten Restaurantbesuch solltest du Edamame (Bohnen) nicht mit Intermammae verwechseln. Letzteres meint nämlich eine Sexpraktik, bei der dein Mann (oder deine Frau mit einem Strapon) den Penis zwischen deinen Brüsten reibt.

10. Lingam Massage: Yes, dreht sich wieder alles um den Mann. Dabei geht es aber nicht (allein) um die sexuelle, finale Befriedigung. Es wird sich neben dem Penis nämlich noch auf Hoden, den Damm und die Prostata konzentriert. Das kann sogar bis zu drei Stunden dauern!

11. Odaxelagnie: Hier wird nicht oxidiert, hier wird geknabbert! Gemeint ist die sexuelle Erregung durch Bisse, eine milde Form des Sadomasochismus. Die krasse Form des Knutschflecks!

12. Pussy Pump: Dieses Begriff sollte erwähnt werden, weil Pussy Pump wirklich eher etwas für "Fortgeschrittene" ist. Gemeint ist nicht, der Frau es richtig gut und hart zu besorgen – sondern die Vagina zu vergrößern. Das wird mit Pussypumpen gemacht. Sieht dann aus wie krass aufgespritzte Lippen kurz nach einer Schönheitsoperation.

13. Rimming: Leck mich am Arsch ist bei dieser Sexpraktik keine Beleidigung und auch nicht als "verschwinde!" zu verstehen – im Gegenteil. Rimming oder auch "Rim Job" meint den Anus mit der Zunge zu beglücken.

14. Ring der O: Woran erkennt man eigentlich BDSM-Anhänger*innen? Am Ring, ähnlich wie verheiratete Menschen oder Verlobte. Der Ring der O ist im deutschsprachigen Raum ein Erkennungszeichen für Anhänger der BDSM-Szene. Der Name ist auf den Ring der Protagonistin O zurückzuführen, dem bekannten BDSM-Roman "Geschichte der O" von Pauline Réage.

15. Scissoring: Scissor bedeutet Schere. Nun stelle dir zwei ausgebreitete Scheren vor, die du ineinander verhakst. Nun sind das bei der lesbischen Sexpraktik aber keine Scheren, sondern zwei Frauen, die jeweils ihre Beine übereinanderlegen und sich so aneinander reiben.

16. Shrimping: Nein, Shrimping ist keine perverse Sexpraktik mit Fischen. Mit Shrimp sind die Zehen deines Fußes gemeint, die unter Umständen wie kleine Shrimps aussehen. Diese werden beim Shrimping geleckt, Fußfetisch lässt grüßen.

17. Strapless Strapon: Ein Strapless Strapon? Klingt wie "mit ohne Dildo". Ein Strapon ist ein Umschnalldildo, damit die Frau ihre Partnerin oder ihren Partner beglücken kann. Ein Strapless Strapon ist dann quasi ein Umschnalldildo, der aber nicht umgeschnallt wird. Hä? Der Dildo ist halterlos und hat ein Ende, das ein gutes Stück in die Vagina eingeführt wird. Damit dieser hält, braucht die Frau allerdings eine gute Beckenbodenmuskulatur.

18. Teebeuteln: Wenn dein Mann dich fragt, ob du Teebeuteln willst, dann meint er kein lustiges Spiel, bei dem ihr gemeinsam Teebeutel durch die Wohnung schmeißt. Mit Teebeutel sind seine Hoden gemeint, die verwöhnt werden sollen.

19. Tossing: Der oder die ein oder andere von euch hat das sicher schon einmal gemacht. Wer von euch nutzt Tinder und hat gerne One-Night-Stands? Dann ihr bestimmt! Tossing meint mit einer Person zu schlafen, aber gar nicht ihren/seinen Namen zu kennen – oder ihn direkt wieder zu vergessen. Der ultimative Vorgänger des Ghostings!

Symbolbild Sextoy

20. Tribbing: Weiter oben wurde bereits Scissoring erklärt. Beim Tribbing geht es aber nicht nur um die "Scherenposition", sondern um das allgemeine "Aneinanderreiben". Das können nicht nur zwei Lesben machen. Als Frau kann es vielleicht auch mal ganz heiß sein, sich an dem Mann zu "rubbeln".

21. Vanilla: Wenn jemand zu dir sagt, er sei "vanilla" unterwegs, dann heißt das noch lange nicht, dass er nur auf Blümchensex steht und prüde ist! Vanillasex ist eine Bezeichnung, die vor allem in BDSM-Kreisen verwendet wird. Gemeint ist, dass beim Geschlechtsverkehrt (ausnahmsweise) keine sadomasochistischen oder fetischorientierten Elemente enthalten sind.

  • Quelle:
  • Noizz.de