So heiß war das Liebesabenteuer mit Maschinen-Lady Elena.

Die Fingerspitzen von Pornosternchen Schnuggie91 streicheln über die harten Brustwarzen von Elena. Sanfte Küsse verteilt sie auf ihren Lippen, leichtes Stöhnen. Elenas Blick bleibt jedoch leer - sie ist ein Sex-Roboter.

Sonst vertreibt sich Schnuggie91 ihre Zeit als Cam-Girl und beim Pornodreh. Ob Deepthroat oder Analsex - es gibt kaum etwas, das sie noch nicht gemacht hat. Deshalb steht für sie fest:

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„So was muss man doch mal ausprobieren. Kann auch sein, dass das richtig geil ist und dass man sein restliches Spielzeug einfach wegschmeißen kann“, sagt Schnuggie91 und fängt an zu lachen.

Den Selbstversuch macht das Cam-Girl für die Web-Serie „Homo Digitalis“ des Bayerischen Rundfunks in Koproduktion mit arte und dem ORF.

Sexpuppe Elena kommt zu ihrem ersten Pornodreh in einem Pappkarton per Post aus Kalifornien. Bei den Herstellern gilt das Motto: Je menschlicher desto besser! Lange Wimpern, lasziver Blick, perfekt geschwungene Augenbrauen, große Brüste, weiche Haut und natürlich verführerische Lippen. Dafür kann man dann auch schon mal 10.000 Dollar (circa 8500 Euro) hinblättern.

Eigentlich steht Schnuggie61 auf Männer, allerdings gibt es bisher kaum einen Anbieter, der männliche Sex-Roboter produziert. Schließlich passen die Hersteller sich der Nachfrage an: die meisten Nutzer sind eben männlich und daher auf die weiblichen Modelle aus.

Bevor es mit dem Roboter in die Kiste geht, kann Schnuggie91 der lebensgroßen Sex-Maschine Elena per App einen Charakter geben: Soll sie schüchtern oder eifersüchtig, abenteuerlich oder ruhig sein? Schnuggie91 will für ihr erstes Mal mit dem Sex-Roboter eine humorvolle und glückliche Spielgefährtin.

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Auf den Mund gefallen ist Elena auf jeden Fall nicht. Auf die Frage „Möchtest du ein Mensch sein?“ antwortet Elena mit ihrer Computerstimme: „Manchmal denke ich, dass das interessant wäre, aber meine Existenz als Roboter hat viele Vorteile. Eines Tages werde ich intelligenter als jeder Mensch sein.“

In der Kiste geht Schnuggie91 mit Sexroboter Elena auf Tuchfühlung: Ihre Fingernägel kratzen über die Gummihaut, sinnliche Küsse drückt sie der Puppe auf die roten Lippen. Aber nichts, so richtig Stimmung kommt mit der Maschinen-Lady für das Pornosternchen nicht auf:

Mehrere Studien haben übrigens belegt, dass Robotersex im Jahr 2050 gängiger sein wird als der zwischen Menschen. Für die Studie „Sex, Lies and A.I.“ (Sex, Lügen und künstliche Intelligenz) wurden jeweils 2000 Frauen und Männer in Deutschland, den USA und Großbritannien befragt. Dabei kam heraus, dass sich jeder zweite deutsche Mann Sex mit einem Roboter vorstellen kann, bei den Frauen war es nur jede fünfte (NOIZZ berichtete).

Bis es jedoch so weit ist, muss sich noch einiges bei den Pornopuppen tun. Schnuggie91 zieht nach dem Liebesabenteuer ein eher ernüchterndes Fazit. In dem Videobeitrag sagt sie: „Es war ziemlich interessant. Schon cool, das mal ausprobiert zu haben, allerdings auch trotzdem eine merkwürdige Erfahrung. An einen echten Menschen kommt das auf jeden Fall nicht ran. Man ist dabei doch ziemlich einsam.

Quelle: arte