Wer ist hier der Böse?

Die Schneide zwischen Gut und Böse ist manchmal schwierig zu erkennen. Wenn ein kleines Kind einem anderen Kind seinen Lolli wegnimmt, dann ist ganz klar das klauende Kind das böse. Wenn aber eine Frau ihrem Opa keine Leber spenden will, weil er ein pädophiles KKK-Mitglied war, und er daraufhin stirbt – wie kann man sagen, dass sie unmoralisch gehandelt hat?

Was sich anhört wie der Anfang einer Jodi-Picoult-Novelle ist wirklich passiert. In der Facebook-Gruppe "i dream of being this petty" postete eine Krankenschwester aus Amerika ihre Geschichte. Sie erzählt, dass ihr Großvater gestorben war, als sie erst 16 Jahre alt war, weil sie verweigert hatte, ihm ihre Leber zu spenden. Sie war die einzige passende Spenderin, die in Frage kam, doch verweigerte die Spende. Der Grund: Ihr Opa war Mitglied des Ku-Klux-Klan und belästigte Kinder. "Ich wachse keine Leber für Klan-Mitglieder und Pedos", schreibt sie in dem Post.

Am Tag seines Todes meldete sie sich als Organ-Spenderin an. Nun spendet sie nächstes Jahr ihre Leber an einen komplett fremden Menschen. Ihr Chef habe ihr gesagt, dass sie ein Arsch sei.

Die Kommentare unter dem Post applaudieren allerdings für ihre damalige Entscheidung. Trotz mancher Menschen, die sich über ihre Taten aufregen, loben sie die meisten dafür, dass sie nun ihre Leber spenden würde. Schließlich sind damit zahlreiche gesundheitliche Risiken verbunden und eine lebenslange Einschränkung der Leistungsfähigkeit.

Laut BZgA warten in Deutschland zurzeit circa 1.000 Menschen auf eine Leberspende.

>> Todes-Virus Ebola: Zwei Medikamente machen Hoffnung

>> HIV zum ersten Mal geheilt – bei einem Tier

Quelle: Noizz.de