Und es gibt über 400 weitere Kontaktpersonen! Nach einer Sexparty in Berlin-Mitte haben sich gleich mehrere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Wer kommt eigentlich auf die Idee, gerade jetzt eine Sexparty zu feiern?

Nach der Übervorsicht in den ersten Monaten der Corona-Pandemie werden die Leute jetzt immer leichtsinniger. Zumindest könnte man den Eindruck nach Bekanntgabe der aktuellen Fallzahlen des Gesundheitsamtes Berlin Mitte gewinnen. Im Epizentrum der Hauptstadt gab es demnach nämlich für Ende August gleich 35 Ereignisse, die Super-Spreader-Potenzial haben – also möglichst viele Menschen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Darunter auch: eine Sexparty.

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Details dazu, wie viele Menschen an der Sexorgie teilgenommen haben, gab das Amt nicht bekannt. Wir wissen nur, dass sie Ende August in der 35. Kalenderwoche stattgefunden hat und sich – Stand bis jetzt – mindestens eine oder mehrere Personen mit dem Coronavirus infiziert haben. Klingt kurios und man fragt sich schon, wieso es mache gerade jetzt für eine richtig gute Idee hält, eine Sexparty mit möglichst vielen Leuten zu veranstalten.

Gleich mehrer Ereignisse mit Super-Spreader-Potenzial

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Neben der Sexparty soll es auch mehrere Fälle an vier Schulen sowie fünf Arztpraxen gegeben haben – alle in Berlin Mitte, das sich somit zum Corona-Hotspot der Hauptstadt entwickelt. Insgesamt habe das Gesundheitsamt bisher mehr als 400 mögliche Kontaktpersonen im Zusammenhang mit der Sexparty und den anderen Ereignissen ausfindig gemacht. 430 Tests stehen noch aus. Alle Kontaktpersonen müssen nun in Quarantäne.

Dem Bericht zufolge sind alleine im Stadtteil Mitte in dieser Woche 73 Neuinfektionen mit dem Coronavirus bekannt geworden. Betroffen sind 39 Männer und 34 Frauen, mindestens 55 davon haben sich das Virus bei einer Reise im Ausland zugezogen, zehn in Berlin. Wo sich die übrigen Betroffenen angesteckt haben, ist unklar. Aufgrund der Inkubationszeit könnten aber noch weitere Fälle folgen – darunter wohl auch Teilnehmer*innen der Sexparty in Mitte.

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  • Quelle:
  • Noizz.de