Ganz schön spießig, wir Deutschen ... oder doch nicht?

Wie stehen die Deutschen zu Sex unter Freunden? Und wer hat die meisten Freunde? Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes YouGov zum internationalen Tag der Freundschaft zeigt, dass für nur jeden dritten Deutschen das Konzept „Friends with Benefits“, also Sex unter Freunden in Ordnung geht.

Klingt nach Akzeptanz, wenn man es aber genauer aufdröselt, wird das Ganze ein wenig spießiger: 60 Prozent der Befragten gaben an, dass bei Freundschaften zwischen Männern und Frauen das Risiko bestehe, dass einer mehr als nur Freundschaft möchte. Einer von fünf Befragten ist laut der Umfrage sogar der Ansicht, dass eine reine Freundschaft unter Männern und Frauen überhaupt nicht möglich ist. Jeder zweite findet, dass auch der Ex ein guter Freund sein könne.

Und wo lernt man „Friend with Benefits“ eigentlich kennen?

Die selbe Studie gibt auch Auskunft darüber, wo wir am ehesten Freunde finden – und dann vielleicht auch mit ihnen im Bett landen. Die meisten Deutschen knüpfen Freundschaften im Job. 45 Prozent lernten demnach Freunde bei der Arbeit kennen. Danach folgten weiterführende Schulen, die Ausbildung, das Studium oder die Grundschule und Hobbys mit je etwa 20 Prozent.

Über soziale Netzwerke lernt mittlerweile jeder Zehnte Freunde kennen. Obwohl inzwischen viele jeden Tag stundenlang auf Instagram, Facebook und anderen Plattformen verbringen, denken den Angaben nach 75 Prozent, dass man echte Freundschaften nur offline führen kann. Immerhin jeder Fünfte hat Freunde über das Internet kennengelernt, die er persönlich noch nie gesehen hat – wie nennt man eigentlich eine Freundschaft Plus im virtuellen Raum? Cyber-Friends with benefits?

[Text zusammen mit dpa]

Quelle: dpa dpa Picture-Alliance