Die Sängerin spricht erstmals über ihre psychische Erkrankung.

Auf ihren Social-Media-Kanälen sagt Bebe Rexha oft mutig ihre Meinung zu Themen, die sie und ihre Fans beschäftigen. Ein berühmtes Beispiel: Mehrere Designer weigerten sich, sie für die "Grammy"-Gala mit einer Robe auszustatten – angeblich mit der Begründung, dass sie eine zu große Kleidergröße habe. Diese Unverschämtheit ließ Bebe nicht auf sich sitzen und setzte auf Instagram ein Statement gegen Bodyshaming.

>> Wegen Kleidergröße: Bebe Rexha bekommt von Designern kein Kleid für die Grammys

Jetzt hat Bebe in einem Thread auf Twitter Stellung zu ihrer mentalen Gesundheit bezogen und Screenshots auf Instagram geteilt.

"Lange Zeit habe ich nicht verstanden, warum ich mich so krank gefühlt habe. Warum ich Tiefen hatte, in denen ich mein Haus nicht verlassen und nicht unter Menschen sein wollte und warum ich Höhen hatte, die mich nicht schlafen ließen, in denen ich nicht aufhören konnte zu arbeiten und Musik zu machen. Jetzt weiß ich warum."

Dann äußert die Sängerin offen und ehrlich ihre Diagnose:

Ich bin bipolar und ich schäme mich nicht mehr. Das ist alles. (Ich weine mir die Augen aus).

Eine bipolare Störung ist eine Verhaltensstörung, die auch als manisch-depressive Erkrankung bezeichnet wird. Die Betroffenen leiden unter extremen Emotionen und starken Stimmungsschwankungen. In depressiven Phasen fühlen sich Erkrankte antriebslos und traurig bis taub. Sie plagen Schuldgefühle und unaufhörliches Grübeln, sie ziehen sich komplett in sich zurück, jede Entscheidung kostet Anstrengung. Das Selbstwertgefühl ist am Boden. In manischen Phasen schlägt die Stimmung dann ins andere Extrem um. Betroffene beschreiben, dass sie sich grenzenlos fühlen, vor Selbstvertrauen strotzen. Eine vermeintlich geniale Idee jagt die nächste.

Das Energielevel ist stark erhöht, das Bedürfnis zu Schlafen so gut wie nicht vorhanden. Dafür ist das Interesse an Sex auffällig gesteigert, eine Hemmungslosigkeit und Risikofreude macht sich bemerkbar. Maniker neigen oft zur Selbstüberschätzung, fühlen sich wie im Rausch oder frisch verliebt. 1 bis 3 von 100 Menschen in Deutschland leiden an der Erkrankung, die heute mit Therapie und Medikamenten gut behandelbar ist.

>> Avicii: Eltern des verstorbenen Star-DJs gründen Stiftung für psychische Gesundheit

Einige Stars stehen zu ihrer bipolaren Störung, um zur Entstigmatisierung der Erkrankung beizutragen. Demi Lovato hat ihre manisch-depressive Erkrankung vor Bebe Rexha öffentlich gemacht und kommentierte das Statement ihrer Kollegin mitfühlend: "Ich bin so stolz auf sich Liebes. Ich bin immer für dich da", schreibt Demi. Demi und Bebe sind übrigens nicht die einzigen bekannten Kreativen mit dieser psychischen Erkrankung.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen sind Künstler und Stars sogar häufiger von der mentalen Störung betroffen. Auch "Star Wars"-Leia Carrie Fisher und Vincent van Gogh waren bipolar; ebenso die Schriftsteller Herman Hesse und Ernest Hemingway. Auch bei dem verstorbenen Schauspieler Robin Williams vermutet die Deutsche Gesellschaft für Bipolare Störung eine manisch-depressive Erkrankung. Kanye West hat sich in seinen Songs mehrfach als bipolar und manisch-depressiv bezeichnet.

>> Ist Demi Lovato wieder ihrer Drogensucht verfallen?

Von ihrer Diagnose lässt sich die Sängerin jedenfalls nicht unterkriegen. "Honesty is a form of self love", schreibt Bebe Rexha auf Insta unter ihre Posts. Also: "Ehrlichkeit ist eine Form der Selbstliebe". Sehen wir auch so und finden es super cool und mutig, dass Bebe Rexha mit gutem Beispiel voran geht und Insta &. Co verantwortungsvoll nutzt.

Quelle: Noizz.de