Das ist neben dem Spiele-Spektakel auf der Messe passiert ...

Die Gamescom ist die größte Computer- und Videospielemesse weltweit. Auch 2018 pilgern wieder Tausende Spielefans, Cosplayer und Entwickler nach Köln, um sich die neuesten Games zu geben. Geschätzter Besucherauflauf: mehr als 355.000 Menschen.

Wo so viele Leute aufeinandertreffen, passiert einiges. Wir haben für euch die wichtigsten Nebenschauplätze:

Bundeswehr blamiert sich mit Werbung

Nicki Minaj hätte wohl gesagt: „Hurensohn der Woche ist mal wieder die Bundeswehr.”

[In Wirklichkeit hält die Musikerin aktuell nur ihren Rap-Kollegen Travis Scott für einen Huso.]

Wie schon in den vergangenen Jahren sicherte sich die Bundeswehr auch in diesem Jahr einen Schauplatz auf der Gamescom. Doch mit ihrer Werbung verkalkulierte sich die Bundeswehr bis nach Meppen. Die Werbeträger des Grauens: Plakate, mit denen das junge Messepublikum für eine Laufbahn beim Militär begeistert werden sollten.

Darauf zu sehen sind dramatische Kriegsszenen, wie man sie aus Videospielen kennt. Die Slogans: „Multiplayer at its best!“ und „Mehr Open World geht nicht!” Viele Besucher fragten sich dabei: geht's noch?!

Wagt es der Bund wirklich, echtem Krieg einen spielerischen Charakter zu verpassen?

Sogar anzudeuten, dass Gamen allein ausreicht, um als Ausbildungsmaterial dienen zu können? Das Twitter-Echo ist vernichtend.

Zwar wurden die Werbeplakate in der Online-Kampagne entschärft. Auf Twitter postet die Bundeswehr zu den Plakaten: „Wir wollen zum Nachdenken darüber anregen, was wirklich zählt: Krieg spielen oder Frieden sichern?“ Diese Zeile fehlte aber auf der Spielemesse.

In den Zügen zur Messe wird’s ein wenig zu kuschelig

Dass für die größte Spielemesse der Welt logistischer Höchstaufwand betrieben wird, ist kein Geheimnis. Kein Wunder, wenn da mal was schief geht.

In diesem Jahr scheint sich die Anfahrt besonders schwitzig darzustellen. „Zwei einfache verschwitzte Fragen: Warum hat der Gamescom-Sonderzug nur vier Waggons? Und warum sind die Fenster abgeschlossen? Das die Klimaanlage nicht funktioniert muss ich ja nicht extra sagen nicht“, schreibt ein Twitter-Nutzer.

Ein anderer vergleicht das Szenario mit einem Schweinetransporter:

Gegenüber der Neue Ruhr Zeitung stellte die Bahn klar, es seien alle verfügbaren Züge im Einsatz. 32 Sonderzüge würden die Strecke ebenfalls verstärken.

Typ kackt am „Fortnite“-Stand in eine Tüte

Wie bitte?! Angeblich wollte ein Gamescom-Besucher seinen Platz in der Warteschlange am Stand des Koop-Survival-Spiels „Fornite“ nicht aufgeben – selbst als er mal groß musste! Das ließ nun zumindest playnation.de verlauten.

Der Mann soll kurzerhand in eine Tüte gekackt haben, um seinen Platz in der Schlange zu sichern. Soweit, so eklig. Es wird noch schlimmer.

Der wohl leidenschaftlichste „Fornite“-Fan der gesamten Gamescom behielt seinen Kot nicht bei sich. Er ließ die Tüte am Boden liegen und sorgte so dafür, dass sich seine Fäkalien in der Halle verteilten. Die Masse der Besucher vertrampelte den Shit auf dem gesamten Boden. Angeblich musste sich ein Kind wegen des starken Gestanks sogar übergeben.

Deutsches Videospiel zeigt erstmals Hakenkreuze

Hakenkreuze, Hitlergruß und Co. – das Strategiespielen „Through the Darkest of Times”, das aktuell auf der Gamescom vorgestellt wird, zeigt all die Symbole, die in Videospielen jahrelang verboten waren – zumindest in Deutschland.

Entwickler mussten bisher abgewandelte oder komplett neue Versionen ihrer Spiele für den deutschen Markt herausbringen. Der Grund: Anders als Filme und Bücher waren Videospiele nicht als Kunstform angesehen, somit griff die „Sozialadäquanzklausel“ nicht. Damit ist jetzt Schluss.

Die Prüfstelle USK teilte kürzlich mit, dass künftig nur noch Einzelfälle geprüft werden würden. Das Berliner Entwicklerstudio Paintbucket Games konnte somit als erster Entwickler in Deutschland ein Spiel inklusive Nazi-Symbole zeigen. Das Spiel handelt vom Widerstand während NS-Diktatur.

Quelle: Noizz.de