Coca-Cola ist die reine Zuckerbombe und damit ein echter Dickmacher – eine Binsenweisheit, die dem Megakonzern nicht besonders gut schmeckt. Deshalb soll Coca-Cola zwischen 2013 und 2015 einem Forschungsteam Millionenbeträge gezahlt haben, um gefälschte Forschungsergebnisse über den Einfluss von Zucker auf Übergewicht zu veröffentlichen. Ein Megaskandal?

Es gibt Dinge, die weiß man schon als Kind: Wer lügt, bekommt eine lange Nase, Babys kommen mit den Störchen, und der Osterhase versteckt im April Schoko-Eier in der Wohnung. Irgendwann merkt man dann "Ups, stimmt ja gar nicht".

Es gibt aber die Art von Wahrheiten, die sich auch im Erwachsenenalter noch als gesetzt beweisen, zum Beispiel: Coca Cola ist quasi purer Zucker und macht deshalb Karies und dick ... oder?

Wie "Dailymail" berichtet, soll Coca-Cola einer Gruppe von Forscher*innen zwischen 2013 und 2015 Millionen gezahlt haben, damit diese wissenschaftliche Berichte darüber veröffentlichen, dass Zucker gar nicht so ungesund sei und dementsprechend mit dem Übergewicht von Amerikaner*innen nichts zu tun habe – die joggen einfach zu wenig.

>> Foodwatch: Coca-Cola steht für Krankheit

Wenn alle wissen, dass Cola voller Zucker ist, dann muss man eben dafür sorgen, dass alle denken, Zucker sei nicht ungesund – easy.

Coca-Cola – wer zu viel trinkt und deshalb dick wird, der hat nicht zu viel Zucker konsumiert, der macht einfach zu wenig Sport

Global Energy Balance Network (GEBN) heißt das eigentliche Non-Profit-Forschungsteam, das nun angekreidet ist, eine geheime Frontgruppe des Coca-Cola-Konzerns zu sein. Wie neue Forschungen meinen, spielte die GEBN in ihren Studien den Einfluss von Zucker auf Übergewicht herunter – und soll dafür dicke Batzen von Coca-Cola kassiert haben.

Public Health Nutrition hat sich über 18.000 Emails zwischen GEBN und Coca-Cola angesehen. Ihr Ergebnis: Coca-Cola soll bis 2015 mindestens 1,5 Millionen US-Dollar direkt an die GEBN und zusätzlich mehrere Millionen an in die GEBN involvierte Akademiker*innen überwiesen haben. Darüber hinaus habe sich Coke noch eine eigene "Email-Familie" aufgebaut, die allein aus besagten geschmierten Akademiker*innen bestanden haben soll und so stets direkten Kontakt mit dem Megakonzern hatte.

Branding ist das A und O.

>> Pepsi kauft Sodastream für 2,8 Milliarden Euro

"Akademiker, die für die öffentliche Gesundheit zuständig sind, in einer 'Email-Familie' mit Coca-Cola versammelt zu haben, ist, als hätte die Familie von Al Capone eine Email-Familie bestehend aus Kriminologen", finden die Forscher*innen von Public Health Nutrition und warnen die Allgemeinheit, dass ihr neuer Fund nur einer von vielen sei, der zeige, was bei der aktuellen Kommerzialisierung der Universitäten entstehe.

Coca-Cola hat sich zu den Anschuldigungen bislang nicht geäußert.

  • Quelle:
  • Noizz.de