Die Online Kampagne ist eine Aufforderung zur Prostitution für Burger.

In einer Werbekampagne versprach Russlands Burger King Frauen lebenslängliche Burger und drei Millionen Rubel, wenn sie sich von einem WM Spieler schwängern lassen. Zu Recht folgte der Kampagne sofort ein Shitstorm über ihre erniedrigende und ekelhafte Botschaft gegenüber Frauen. Die Werbeaktion wurde über „VK“, dem Facebook von Russland, am Dienstag verbreitet, jedoch kurz danach wieder runtergenommen.

Schnell sprang der Mutterkonzern Burger King US in die Presche und entschuldigte sich via Pressemitteilung mit der Aussage, dass die Kampagne "nicht unsere Marke und unsere Werte repräsentiert und wir Schritte unternehmen, um sicherzugehen, dass so etwas nicht noch einmal passiert".

Die frauenfeindliche Anzeige wurde jedoch vom Russischen Burger King veröffentlicht, und von denen habe ich noch keine glaubwürdige Entschuldigung gesehen!

Die Entschuldigung ist nicht authentisch!

Vielleicht entspricht die Botschaft nicht den Werten von U.S. Burger King, aber offensichtlich doch sehr wohl den Werten und Lebenswirklichkeiten Russlands und deren Version der Burger-Kette. Die Tatsache, dass so eine sexistische Kampagne von der PR-Abteilung überhaupt genehmigt wurde, sagt meiner Meinung nach genug aus! Die Authentizität der Entschuldigung zu der ganzen Sache ist also absolut fragwürdig. Hätte es keinen Medienaufschrei gegeben, wäre der Aufruf, sich doch bitte von Fußballspielern schwängern zu lassen, immer noch aktuell.

Die Bigotterie der ganzen Sache wird noch deutlicher, wenn man bedenkt, dass jeder sechste Berufstätige in Russland an der Armutsgrenze lebt und Frauen davon besonders stark betroffen seien, wie die Russische Wirtschaftszeitung Wedomosti berichtet. Mit der von Burger Kind Russland angebotenen Geldsumme könnte man sich ein Haus kaufen und wäre bis ans Lebensende mit Nahrung versorgt.

Verkauft euren Körper für schlechtes Essen

Möchte man es böse herunterbrechen fordert Burger King Russland die russischen Frauen dazu auf, sich doch bitte für ungesunde Nahrung zu prostituieren. Natürlich alles zum Wohle der Russichen Nationalmannschaft und der Zukunft des Landes. Ob die russische PR-Abteilung seinen Kopf zu lange auf den Grill gehalten hat, ist nicht bekannt. Der Slogan der Kampagne – ganz im Sinne der Rassenlehre – ist meiner Meinung nach aber nicht anders zu erklären: "Die Frauen, die es schaffen, sich die besten Fußballer-Gene zu schnappen, sichern den Erfolg Russlands für die künftigen Generationen! Los!"

Burger King Boykott wäre der richtige Schritt

Frauen sind hier offensichtlich nicht mehr als genverbreitende, hungrige Babymaschinen, die mit ungesundem Massenburgerfutter gelockt werden sollen. Ich bin dafür Burger King zu boykottieren. Die Geschäftsleitung der Filiale sollte erstmal eine Anti-Sexismus Umschulung absolvieren und eine ehrliche Entschuldigung abgeben!

Nach einem rassistischen Vorfall im Mai in einem amerikanischen Starbucks, folgte ein riesen Boykott der Café-Kette. Daraufhin wurden 8.000 Geschäfte für einen Tag geschlossen, damit Mitarbeiter ein Anti-Rassismus Training absolvieren konnten. Burger King Russland kann sich daran ruhig ein Beispiel nehmen! Oder gleich ganz schließen.

Quelle: Noizz.de