Taucher wird von Wal verschluckt - und wieder ausgespuckt

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Taucher wird von Wal verschluckt Foto: Heinz Toperczer / Barcroft

„Ich kenne Wale jetzt von innen!“

Der deutsche Taucher Rainer Schimpf ist wahrscheinlich der erste Mensch, der weiß, wie es in einem lebendigen Wal von innen ist. Als er und sein Team Anfang des Monats circa 25 Kilometer unter Port Elizabeth in Südafrika tauchten, wurde er plötzlich von einem Wal verschluckt – und wieder ausgespuckt.

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Seit über 15 Jahren dokumentieren er und sein Team das sogenannte Sardinen-Rennen in Südafrika, bei dem Milliarden der kleinen Fische gemeinsam Richtung Nordosten schwimmen. Ein biologisches Event, das etliche andere Tiere anlockt: Möwen, Delfine, Haie – alle auf der Jagd nach dem Festtags-Mahl.

„Ich habe versucht, einen Schnappschuss eines Hais zu kriegen, der durch die Sardinen gerast ist. Im nächsten Moment wurde es schwarz und ich habe einen Druck auf meinen Hüften gespürt. In diesem Moment wusste ich sofort, dass mich ein Wal geschnappt hat.“ erklärt der 51-jährige Taucher.

„In so einer Situation ist kein Platz für Angst oder so was. Du folgst einfach deinen Instinkten. Ich habe sofort meinen Atem angehalten, weil ich dachte, dass mich der Wal irgendwann – viel tiefer im Ozean – wieder loslassen wird. Aber dann habe ich plötzlich gemerkt, wie sich der Wahl gedreht hat und in der nächsten Sekunde war ich wieder an der Oberfläche – komplett unversehrt. Alles ging ganz schnell.“

Eine Kollegin, die das Ganze live gesehen hat, erklärt: „Ich möchte wirklich festhalten: Wale fressen keine Menschen – nie. Es ist einfach so, dass sie unmittelbar vor ihrem Kopf einen schwarzen Fleck haben und dort nichts sehen können. Es war ein Unfall, kein Angriff. Wale sind sehr sensible, friedliche Giganten.“

Rainer Schimpf selbst sieht seine Erfahrung so: „Es war eine interessante Situation, die ich definitiv niemals wieder erleben möchte.“

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Quelle: Noizz.de