Der CBC-Reporter hatte herausgefunden, dass in dem "Hähnchen" der Fast-Food-Kette nur rund 50 Prozent Fleisch steckt.

Subway hat einen Journalisten des kanadischen TV-Senders CBC auf 210 Million Dollar verklagt, der in der Sendung "Marketplace" die Hähnchenprodukte der Fast-Food-Kette untersucht hat. Bei der Verbrauchersendung kam heraus, dass das Oven Roasted Chicken nur 53.6 Prozent und die Hähnchenstreifen von Subway sogar nur 42.8 Prozent Hühner-DNA enthalten. Der Rest sei vor allem aus Sojaprotein.

"Die Anschuldigungen von CBC Marketplace bezüglich des Inhalts unseres Hähnchens sind absolut falsch und irreführend", wehrte sich der Konzern nach der Ausstrahlung der Sendung gegenüber "Vice". Die Klage, die wenige Wochen später gegen den Reporter folgte, wurde jetzt von einem Richter abgelehnt.

"Der Marketplace-Bericht wies auf ein grundlegendes Verbraucherschutzproblem hin. Es gibt in der Gesellschaft nur wenige Dinge, die für die Öffentlichkeit von größerem Interesse sind als das, was sie essen. Soweit die Produkte von Subway von einem beträchtlichen Teil der Öffentlichkeit konsumiert werden, ist das öffentliche Interesse an ihrer Zusammensetzung nicht schwer zu erkennen und stützt sich auf die Beweise", erklärt Richter E.M. Morgan in seiner Entscheidung.

Seit 4. Dezember läuft eine europaweite Tierschutz-Petition gegen die Fast-Food-Kette, die weltweit 42.000 Restaurants betreibt. "Subway behauptet, Wert auf Ethik, Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung zu legen. Genau das Gegenteil ist hier aber der Fall: Die Masthühner, die auf dem Sandwich oder im Salat enden, leben und sterben unter qualvollen Bedingungen", schreibt Mahi Klosterhalfen, Präsident der Albert Schweitzer Stiftung, die die Aktion leitet.

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Quelle: Noizz.de