Holt die Korkenzieher raus.

Am 15. Juli erschien in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift "Neuropharmacology" eine Studie der University of Buffalo, die zu interessanten Ergebnissen der Wirkung eines Stoffes in Weintrauben im Bezug auf Depressionen und Angststörungen geführt hat.

Die chemische Verbindung Resveratrol ist nämlich ein kleines Wundermittel: Schon lange Zeit wird ihm nachgesagt, dass es viele Krankheiten bekämpfen kann, von Demenz bis Krebs. Jetzt haben Wissenschaftler rausgefunden, dass Resveratrol die Enzyme blockt, die Depressionen und Ängste auslösen.

Das Gute daran? Resveratrol kommt in Weintrauben vor.

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Die Wissenschaftler haben die Wirkung der Verbindung an Mäusen getestet: Den Mäusen wurde zu viel Kortikosteron verabreicht, das das Enzym Phosphodiesterasen (PDE4) freisetzt und Depressionen und Ängste auslöst.

Resveratrol schien jedoch die Mäuse vor Anzeichen von Angstzuständen oder Depressionen zu schützen, indem es PDE4 stoppt.

"Resveratrol könnte eine wirksame Alternative für Medikamente zur Behandlung von Depressionen und Angststörungen sein", sagt die Hauptautorin der Studie Dr. Ying Xu.

Doch bevor jetzt jemand auf die Idee kommt, literweise Wein zu trinken: Die Mäuse haben sehr hoch dosierte Proben bekommen, berechnet an ihrem Gewicht. Um dieselbe Menge einzunehmen müsste man ungefähr, je nach Gewicht, 67.000 Liter Wein trinken.

Da das der menschliche Körper nicht zulässt, ist Resveratrol immer noch weit davon entfernt, Antidepressiva abzulösen.

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Quelle: Noizz.de