In einem (Überraschung!) Tweet hat Trump das vermeintliche Geheimnis seiner üppigen Haarpracht verraten: McDonald's Pommes. Wie viel Wahrheit steckt darin? Wir haben eine Expertin für Haarmedizin gefragt.

Nachdem Trump am Montag seine von der "New York Times" geleakten Steuererklärungen runterspielen musste und sich am Dienstag mit einer peinlichen Wahlkampf-Debatte die Zeit totschlagen musste, konnte er sich am Mittwoch endlich wieder seinem Lieblingsthema widmen: seinen Haaren.

Fördern McDonald's-Pommes Trumps Löwenmähne?

Auf Twitter postete er eine Studie, die angeblich beweisen soll, wie sich seine ungesunde Fastfood-Diät positiv auf sein Haarwachstum auswirken soll. Dazu der Kommentar: "Kein Wunder, dass ich meine Haare nicht verloren habe."

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Die Studie aus dem Jahr 2018 besagt, dass McDonald's angeblich eine Chemikalie in seinem Bratfett benutzt, die Haarwachstum bei Mäusen gefördert haben soll. Ob der Stoff dieselbe Auswirkung bei Menschen hat, wollten die japanischen Forscher*innen erst noch herausfinden.

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Warum isst Trump überhaupt so viel Fastfood?

Trump mag Burger

Wenn eine Chemikalie in McDonald's-Bratfett tatsächlich Haarwachstum fördern kann, dann wäre Trump dank seiner exzessiven Fastfood-Diät schon an der besten Haarbehandlung dran. Der US-Präsident isst Berichten der US-Zeitung "Newsweek" zufolge Unmengen an Fastfood, da er Angst vor einer Vergiftung hat und sich bei massenproduziertem Esse sicherer fühlt.

Ob die haarwachstumsfördernde Chemikalie in McDonald's-Bratfett allerdings wirkliche eine Wirkung auf Trumps Haare hat, ist ziemlich fragwürdig. Der Haarmedizin-Experte Andreas Finner ist da ziemlich skeptisch. Er erklärt NOIZZ, dass es sich bei der Chemikalie um das Silikon Dimethylpolysiloxane handelt. In der Studie wurde es allerdings nur als "sauerstoffdurchlässige Matrix für die Züchtung im Labor benutzt" – Klartext:

Nein, die Chemikalie selber hat keine haarwuchsfördernde Wirkung.

"Es gibt derzeit nur wenige als Medikamente nachgewiesene Präparate gegen Haarausfall", so Finner. Eines davon soll Trump selber benutzen: Finasterid. Doch auch diese Medikamente können Haaurausfall höchstens anhalten oder hinauszögern – keine Haare wachsen lassen.

Mittel, von denen behauptet wird, sie könnten Haare wachsen lassen, dürfen nur als "Pflegemittel" verkauft werden. Das heißt, ihre Wirkung ist wissenschaftlich nicht erwiesen. Das einzige wirksame Mittel für Haarwachstum ist laut Finner eine Haartransplantation. Fazit: Trumps Haarwachstum wird nicht durch das Bratfett von McDonalds gefördert.

  • Quelle:
  • NOIZZ